"Nightfever" in Münster lockt zahlreiche Altstadtbesucher an

Zu einem Gebetsabend der ganz anderen Art haben junge Christen am Samstagabend (11. Mai) in die St.-Lamberti-Kirche in Münster eingeladen. Inmitten der Altstadt waren Menschen aller Altersklassen der Einladung zum "Nightfever" gefolgt.

Aus Anlass des dreijährigen Bestehens dieser Initiative war an diesem Abend auch Bischof Dr. Felix Genn gekommen. Er hatte den Organisatoren zuvor am Nachmittag eine Katechese gegeben und um 18 Uhr mit ihnen die Heilige Messe gefeiert.

Nach der Vorabendmesse, die von den "Nightfever"-Organisatoren mitgestaltet wurde, gingen die jungen Christen den ganzen Abend auf die Straße rund um die besonders illuminierte Lambertikirche, um Passanten in das Gotteshaus einzuladen. In dieser Kirche bestand die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen, aber auch an den verschiedenen Angeboten zu partizipieren.

Andreas Schnegg aus Mainz wollte vor allem die Turmbläser hören, war dann aber von jungen Christen zum Gebet eingeladen worden. Er äußerte sich nachher positiv: "Ich habe vom Nightfever zuvor noch nichts gehört, bin aber verblüfft worden durch diese ruhige, einladende Gebetsatmosphäre", erklärte der 36-jährige. Eine solch offene und einladende Form des Gebets und der Begegnung hatte auch der Münsteraner Eik Tappe bis zu diesem Abend noch nicht kennen gelernt. Wenngleich er sich als wenig gebunden an die Kirche bezeichnete, zog es ihn doch spontan in das Gotteshaus, um eine Kerze anzuzünden und auf diese Weise naher Verwandter zu gedenken. Dagmar Behrend aus Bocholt wiederum hatte durch das Internet vom "Nightfever" erfahren und sich bewusst auf den Weg gemacht. Sie erlebte eine Stimmung, die sie stark an die Erfahrungen im französischen Taizé zu erinnern vermochten. Bis um 23.30 Uhr waren die Pforten der Kirche geöffnet.

Die junge Organisationsgruppe um den Priesteramtskandidaten Sebastian Frye und die Studentin Aline Lucas, die von Diözesanjugendseelsorger Thorsten Schmölzing unterstützt wurden, waren angetan, nicht zuletzt von den vielen überraschenden Begegnungen am Abend. Die große Mehrheit der Frauen und Männer in der Kirche war tatsächlich spontan von dem Angebot angesprochen worden.

Insgesamt hatte es schon 13 Abende dieser Art in Münster gegeben, seit sich junge Menschen im Gefolge einer Aktion im Anschluss an den Weltjugendtag in Köln dazu entschlossen haben, dieses Konzept im Jahr 2010 auch in der Diözese Münster in die Tat umzusetzen. Und wiederum waren die Organisatoren angetan von den vielfältigen Reaktionen der Bevölkerung auf das offene Angebot.

Mehr Informationen: www.nightfever-muenster.de.

Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: pressestelle[at]bistum-muenster.de