Orgelnacht „Orgel und …“ im St.-Paulus-Dom
Mit einer Orgelnacht wird der Abschluss der Reinigungs- und Sanierungsarbeiten an der großen Orgel im St.-Paulus-Dom Münster am Freitag (3. Oktober 2014) ab 19 Uhr begangen.
Zugleich steht die Orgelnacht noch im Zeichen des 750-jährigen Domjubiläums am letzten September-Wochenende. Unter dem Titel "Orgel und…" knüpft sie daher inhaltlich an das Jubiläumsmotto "Willkommen im Paradies" an.
Anfang Juni war die große Domorgel vorübergehend stillgelegt worden. Grund dafür waren dringende Reinigungs- und Sanierungsarbeiten, die wiederum eine Neuintonation des gesamten Werks erforderten. Dabei erhielt das bisherige "Auxiliar" im Westwerk des Doms ein schwellbares Solowerk und wurde damit zum "Turmwerk" aufgerüstet. Als solches verfügt es nicht nur über herrliche neue Klangfarben, sondern auch über erheblich größere dynamische Flexibilität. Es schlossen sich weitere Umbaumaßnahmen am Spieltisch und der elektronischen Registersteuerung an. Sie wurden rechtzeitig zum Domjubiläum abgeschlossen.
Am Anfang der Orgelnacht steht um 19 Uhr "Orgel und Literatur". Mit Hans-Jürgen Wulf (Hamburg) an der Orgel und Markus Nolte (Münster) als Sprecher werden die Besucher "Das Labyrinth der Welt und das Paradies des Herzens" des tschechischen Komponisten Petr Eben erleben. Dabei handelt es sich um Texte des Philosophen und Theologen Johann Amos Comenius, die Eben eindrucksvoll und sehr anschaulich-plastisch musikalisch in Szene setzt.
Ab 21 Uhr heißt das Motto "Orgel und Chor". Zu hören ist dann unter dem Titel "Jerusalem" Kathedralmusik für Chor und Orgel aus England und Frankreich. Es singt der Kammerchor Herz-Jesu aus Münster unter Leitung von Michael Schmutte. An der Orgel spielt Domorganist Thomas Schmitz. Gemeinsam werden sie unter anderem Werke von Charles Villiers Stanford, Charles Hubert Parry, Charles Gounod, John Rutter, Georg Friedrich Händel intonieren.
"Klänge wie aus dem Paradies" sind schließlich ab 22.30 Uhr unter dem Leitwort "Orgel und Raum" zu hören. Domorganist Schmitz wird Kompositionen von Percy Whitlock (aus Sonate in c), Olivier Messiaen (Verset zum Kirchweihfest; Le banquet céleste) und Anton Bruckner (Adagio) interpretieren. Diese passen zum Jubiläumsmotto: Im Verset zum Kirchweihfest verwendet Messiaen ausgiebig die entsprechenden gregorianischen Gesänge zum Fest; Le banquet ist des Komponisten ganz eigene Vision vom Paradies. Anton Bruckners Sinfonik schließlich wird gern mit dem Begriff von "Klangkathedralen" in Verbindung gebracht; zudem prägten Kritiker nach der Uraufführung des "Adagio" den Begriff von "Klängen wie aus dem Paradies".
In den Pausen gegen 20.30 und 22 Uhr bietet der Freundeskreis Dom-Musik e.V. im Kreuzgang des Domes preisgünstig Imbiss und Getränke an. Der Eintritt zur Orgelnacht ist frei; um Spenden wird gebeten. Weitere Informationen gibt es unter www.dommusik-muenster.de.
Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: pressestelle[at]bistum-muenster.de
Foto: FZohren (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons
