Osternachtfeier im Dom in Münster erfüllte mit österlicher Freude

"Der Tod in dieser Welt ist nicht das Letztgültige, denn von der Auferstehung geht eine Bestrahlung aus, die alle Todeskeime zu töten vermag."

– Erfüllt vom "Lumen Christi – Deo gratias", dem Ausruf "Christus, Licht der Welt – Dank sei Gott", der beim Einzug der Osterkerze erklang, hat Münsters Bischof Dr. Felix Genn am Samstagabend (19. April 2014) im St.-Paulus-Dom seine österliche Freude ausgedrückt: "Das ist das Licht der Osternacht: Der Tod kann uns tatsächlich nichts mehr anhaben!"

Dabei machte der Bischof deutlich, dass ihm sehr bewusst sei, dass als zynisch gelten könnte, wer so etwas einfach so daher sage. Die Realität mit Unfalltoten oder klinisch Toten, mit Hospizen oder Palliativstationen und vielem mehr spreche dagegen, räumte er ein: "Ja, es gibt den Tod in unserer Welt". Und doch stellte Bischof Genn schon im nächsten Satz klar: "Aber dieser Tod ist von der Auferstehung Christi besiegt worden".

Gott habe seinen geliebten Sohn Jesus nicht im Tod lassen können, erklärte der Bischof: "Er will uns genau in diese, den Tod besiegende Wirklichkeit mitziehen". Mit der Taufe werde der sterbliche Leib jedes Christen "so intensiv mit diesem auferstandenen Jesus in Kontakt gebracht, dass wir in seinen Tod und in seine Auferstehung hineingenommen werden". Die Feier der Osternacht sei in besonderer Weise davon erfüllt, "sich ganz tief in die Liebe des Herrn zu versenken, um zu verspüren, was diese Liebe bereit hält und schenkt".

Es stimme tatsächlich: "Wir brauchen vor dem Tod keine Angst zu haben!". Die Menschen seien "von allen Mächten des Bösen, die nichts anderes ins sich tragen als den Tod" befreit zu einem neuen Leben, erläuterte Genn. Dieses neue Leben ermögliche "im Hier und Jetzt ohne Angst um das eigene Selbst das Vertrauen auf Gott". Es lasse hoffen, "den Keim des unzerstörbaren ewigen Lebens in sich zu tragen". Es lasse "selbstlos lieben, von der Leidenschaft erfüllt, die Welt in Friede und Gerechtigkeit gestalten zu können".

Am Ende wünschte der Bischof allen "von ganzem Herzen ein gnadenreiches Osterfest" und dass die Feier der Osternacht "mitten in allen Bedrängnissen und Todeserfahrungen das Gespür gibt für das, was seine Liebe schenkt".

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Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: pressestelle[at]bistum-muenster.de
Foto: By 4028mdk09, Wikimedia Commons