Leitungsteams nehmen Aufgaben in den Blick

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Es wird anders werden, manches neu, einiges wegfallen. Trotz Veränderungen und Unsicherheiten, bei den Teamtagen für die neuen Leitungsteams im nordrhein-westfälischen Teil des Bistums Münster war vor allem Aufbruchstimmung zu spüren. Aufbruchstimmung verbunden mit Vorfreude und Skepsis auf das, was künftig auf Ebene der 39 Pastoralen Räume (NRW-Teil) an Kooperationen der weiterhin selbstständigen Pfarreien entstehen kann. Um fit für die neuen Chancen und Herausforderungen zu sein, trafen sich die Leitungsteams mit Verantwortlichen aus dem Bischöflichen Generalvikariat, um zu schauen, was jetzt als Erstes ansteht, aber auch um darüber zu sprechen, wo Sorgen und Ängste vor Ort sind. Mitte Juni findet der letzte von insgesamt fünf regionalen Teamtagen statt.

Um sich miteinander auszutauschen, aber auch um wichtige Impulse für die Arbeit zu bekommen, trafen sich die Leitungsteams der Pastoralen Räume im NRW-Teil des Bistums Münster zu Teamtagen – unter anderem im KUBUS in Rheine.

© Bischöfliche Pressestelle / Gudrun Niewöhner

„Wir vertrauen darauf, dass wir Wege und Lösungen finden“, brachte es Pfarrer Peter Kossen für das Leitungsteam im Pastoralen Raum Hörstel-Ibbenbüren-Lengerich auf den Punkt. Er und die ehren- und hauptamtlichen Mitstreiterinnen und Mitstreiter im gemeinsamen Leitungsteam wollen die neue Situation der Zusammenarbeit nicht schönreden, zeigte sich Kossen realistisch: „Aber wir gehen sie an und wollen uns für unser Tun auch eine gewisse Leichtigkeit bewahren.“

Wer ist im Leitungsteam? Was leiten wir? Wie wollen wir als Team funktionieren? – Viele Fragen, auf die Antworten gefunden werden sollten – im Austausch mit- und untereinander. Während einige Leitungsteams für sich bereits klar haben, dass es keinen Vorsitz im Team geben soll, überlegen andere noch. „Wir werden die Aufgaben im Leitungsteam kompetenzorientiert verteilen“, erklärte Julia Fischer, Ehrenamtliche im Leitungsteam für den Pastoralen Raum Hörstel-Ibbenbüren-Lengerich. Jede und jeder könne sich so ohne Druck und starres Gefüge mit seinem Wissen und seiner Expertise einbringen. 

Ohne festen Zeitplan mit großer Freiheit und Offenheit die Aufgaben angehen zu können, dazu ermutigte das Referententeam um Thorsten Löhring aus dem Referat Kirchenentwicklung und zuständig für das Thema Leitung im Pastoralen Raum die Mitglieder der Leitungsteams. 

Christiane Dettmer, Pastoralreferentin im Leitungsteam für den Pastoralen Raum Mettingen, warnte davor, alles gleich am Anfang erledigen zu wollen: „Wir werden aufpassen, dass wir nicht zu Beginn in die Überforderung kommen.“ Der Start solle in Ruhe und Schritt für Schritt passieren. 

Die Leitungsteams werden nicht allein die gesamte Arbeit in den Pastoralen Räumen schultern können. Deshalb der Tipp von Sonja Stratmann, Pastoralreferentin im Leitungsteam für den Pastoralen Raum Bocholt-Isselburg-Rhede: „Wir müssen unseren Blick weiten und schauen, wo sind die Menschen, die vielleicht vorher im Koordinierungsteam waren und sich jetzt an anderer Stelle für den Pastoralen Raum einbringen wollen.“

Wann immer Fragen auftauchen, sagt Thorsten Löhring die Hilfe des Bistums zu: „Es ist gut, dass die Leitungsteams gestartet sind. Jetzt gilt es weiter im Blick zu haben, welchen Unterstützungsbedarf es gibt, um dann bei den anstehenden Herausforderungen entsprechende Begleitung anzubieten.“

Dieses Versprechen unterstreicht auch der Geschäftsführer des Prozesses zur Entwicklung pastoraler Strukturen, Daniel Gewand: „Es gibt weiterhin eine große Unterschiedlichkeit in den Pastoralen Räumen und deren Leitungsteams. Das ist bei den Teamtagen deutlich geworden und es ist in Ordnung. Die Teams werden anstehenden Aufgaben deswegen mit unterschiedlichen Prioritäten und auf ihre Art und Weise angehen. Wir werden sie dabei unterstützen und begleiten. Nach den Teamtagen wird es deshalb weitere Angebote geben.“

Weitere Informationen: Prozess zur Entwicklung pastoraler Strukturen

Gudrun Niewöhner