Pastoralreferent Matthias Grammann leitet das Areopag in Recklinghausen
Als Jugendlicher wollte Matthias Grammann nach seinem kurzen Engagement als Messdiener in seiner Heimatgemeinde St. Antonius in Herten mit der Kirche eigentlich nichts mehr zu tun haben.
"Aber die Frage nach Gott ist in mir immer wieder in verschiedenen Formen aufgetaucht. Nach gutem Religionsunterricht in der Oberstufe und dem Zivildienst in der Altenpflege war für mich dann klar: Ich will Religion zu meinem Beruf machen", berichtet der neue Leiter des christlichen Jugendcafés Areopag in Recklinghausen.
So studierte der heute 31-Jährige Germanistik und katholische Religionslehre auf Lehramt und schloss diese Ausbildung mit einem Referendariat am Max-Planck-Gymnasium in Gelsenkirchen-Buer ab. Doch rückte während des Studiums eine weitere berufliche Perspektive als Pastoralreferent in den Mittelpunkt. Im Gespräch mit dem Institut für Diakonat und pastorale Dienste (IDP) des Bistums Münster vereinbarte er nach Abschluss des Studiums eine kirchliche Zusatzprüfung in Liturgie, Dogmatik und Kirchenrecht. "Für mich war dies eine gute Möglichkeit, um nach meinem Studium meine theologische Bildung zu erweitern, ohne gleich ein ganzen Diplomstudiengang nachzuholen."
Anschließend folgten zweieinhalb Jahre Ausbildung in der Pfarrei St. Peter in Recklinghausen. Für Grammann war die Arbeit in der Pfarrei ein neues Lernfeld. "Erfahrungen in der Gemeindearbeit habe ich im Wesentlichen in sechs schönen und produktiven Jahren der katholischen Studierenden- und Hochschulgemeinde in Münster gesammelt, in denen ich im Gemeinderat aktiv war. Die Strukturen und Voraussetzungen sind natürlich ganz anders als in einer Ortspfarrei", erklärt Grammann.
Seit Anfang August leitet der Pastoralreferent nun das jugendpastorale Zentrum "Areopag" in Recklinghausen. "Ich freue mich auf die Zeit und darauf, dass wir als neues Team viel gestalten können", blickt er nach vorn. Vor zehn Jahren öffnete das "Areopag", das von den drei Pfarreien in Recklinghausen getragen wird, erstmals seine Türen. "Für die Jugendarbeit ist das eine sehr lange Zeit. Da bietet es sich jetzt an, mit einem vollständig neuen Team alle Bereiche auf den Prüfstand zu stellen", erklärt der Pastoralreferent. Denn im Umfeld des Jugendcafés hat sich viel verändert. Das Berufskolleg ist beispielsweise an einen neuen Standort umgezogen, und das Gymnasium Petrinum verfügt inzwischen über eine eigene Mensa. "Wir werden in der nächsten Zeit viele Gespräche mit den Pfarreien, den Schulen und verschiedenen Gruppen führen. Da ist es gut, dass ich in Recklinghausen durch die Ausbildung schon viele Menschen kenne", sagt Grammann. Für ihn soll das "Areopag" ein Haus von und für Jugendliche sein. Aber er will nicht nur Angebote vor Ort machen, sondern auch dorthin gehen, wo die jungen Menschen sind.
Die christliche Botschaft hält er auch für Jugendliche für aktuell und relevant: "Der Glaube bietet ihnen einen guten Gegenentwurf zu ihrem Alltag, in dem oft der, der nichts leistet, auch nichts wert ist", erklärt der Pastoralreferent und fügt hinzu: "Das sehen wir als Christen anders: Sie sind etwas wert, ohne dass sie eine Leistung abliefern müssen."
Ein solcher Glaube kann stark und frei machen. Das hat Grammann selbst erlebt. "Es ist wichtig, den eigenen Weg zu finden und ihn auch zu gehen. Ihn mit Gott zu gehen, ist eine richtig gute Möglichkeit. Davon bin ich überzeugt". Deswegen will er die Jugendlichen überzeugen, im "Areopag" mitzumachen und auch mit zu überlegen, wie die Arbeit im "Areopag" weitergehen soll. "Wir haben sehr viele Handlungs- und Gestaltungsspielräume. Ich freue mich darauf, sie mit Jugendlichen zu nutzen und vieles auszuprobieren."
Am Sonntag, 17. September, wird Grammann gleichzeitig von der Pfarrei St. Peter verabschiedet und in seine neue Aufgabe offiziell eingeführt. "Aus diesem Anlass findet um 18 Uhr ein Areopray-Gottesdienst in der Propsteikirche St. Peter mit unserer Band statt", informiert Grammann. Er lädt alle dazu herzlich ein.
Bildunterschrift: Pastoralreferent Matthias Grammann wird am 17. September in seiner Ausbildungspfarrei St. Peter verabschiedet und gleichzeitig als neuer Leiter des "Areopags" eingeführt.
Text: Bischöfliche Pressestelle / 11.09.17
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Foto: Michaela Kiepe/Bischöfliche Pressestelle
