Perspektiven für junge Menschen im ländlichen Raum
Auf einen weiten Weg machen sich am Freitag (1. August 2014) neun Vertreterinnen und Vertreter der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB), darunter Daniela Pieper vom KLJB-Diözesanverband Münster: Sie reisen in das afrikanische Kenia, nach Thika, einer Stadt 45 Kilometer nordöstlich von Nairobi.
Dort wollen sich die 19- bis 32-jährigen Fachkräfte aus der Jugendarbeit mit acht kenianischen Fachkräften aus der Region Lamu und dem gemeinsamen Partner SACDEP (Sustainable Agriculture Community Development Programme, www.sacdepkenya.org/) austauschen. Bis zum 16. August werden die jungen Menschen in der Region unterwegs sein.
Unter anderem wird die Gruppe die Partner von Lamu Jamii kennenlernen. Mit dem Projekt Lamu Jamii unterstützt der Landjugendverlag der KLJB etwa 500 Kleinbäuerinnen und - bauern in der Region Lamu. Diese haben sich zur Lamu Cotton Growers Association (LCGA) zusammengeschlossen, um das Vertrauen in ihre gemeinschaftlichen Selbsthilfe- und Gestaltungskräfte zu stärken. Mit dem Internationalen Ländlichen Entwicklungsdienst (www.ild-international.de) in Deutschland und SACDEP verwirklicht der Landjugendverlag in Zusammenarbeit mit der LCGA Visionen und Ziele für eine nachhaltige ländliche Entwicklung.
So dient die Reise auch dazu, sich mit dem Thema "Ländlicher Raum und ländliche Entwicklung" auseinanderzusetzen. Ziel ist eine Sensibilisierung für die unterschiedlichen Ausgangssituationen und Bedürfnisse der deutschen und kenianischen Fachkräfte. "Wir möchten, dass nicht nur in Deutschland, sondern auch in Kenia junge Menschen in ländlichen Räumen Bleibeperspektiven entwickeln", sagt KLJB-Bundesseelsorger Daniel Steiger. Dafür wird die Gruppe in Diskussionen und im Austausch sowie beim Besuch von Jugendprojekten Impulse und Ideen entwickeln.
Ein besonderer Fokus der Reise liegt auf der Baumwollproduktion. Denn die LCGA möchte in der Lamu Region selbst Baumwolle anbauen und vermarkten sowie ihre Produktionsweise nachhaltiger gestalten. So sind Besuche von Baumwollkooperativen in Makueni, einer Entkernungsanlage und Kiboko Leisure, einer Fabrik in Nairobi, wo die T-Shirts der Bekleidungsmarke des Landjugendverlages (LamuLamu) konfektioniert werden, geplant.
Der Fachkräfteaustausch wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und vom Katholischen Hilfswerk Misereor.
Text: Bischöfliche Pressestelle
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