Projekte der Kolpingjugend

Die Stärkung der Prävention, die Forderung nach gerechten Arbeitsbedingungen weltweit sowie die Einführung neuer Arbeitskreise waren zentrale Themen bei der Herbst-Diözesankonferenz der Kolpingjugend Diözesanverband Münster.

Das höchste beschlussfassende Gremium der Kolpingjugend im Bistum tagte von Freitag bis Sonntag (11. bis 13. Oktober 2013) mit rund 50 Delegierten und Gästen in der Kolping-Bildungsstätte Coesfeld.

Ausgangspunkt für die Beschlüsse künftiger Schwerpunkte war die Einführung einer neuen Gremienstruktur. Das bisherige Schwerpunktthema „Wir sind Kolping?!“ wird demnächst ein Projektarbeitskreis verantworten. Er soll auf Basis des Selbstverständnisses und der Leitsätze der Kolpingjugend die Jugendarbeit weiterentwickeln.

In Kooperation mit dem Kolpingwerk findet im kommenden Jahr unter dem Titel „berührt. bewegt. bestärkt“ eine große Diözesanwallfahrt nach Münster statt. Auch diese soll ein Projektarbeitskreis für die Kolpingjugend vorbereiten. Weiter werfen die Kommunalwahlen 2014 in Nordrhein-Westfalen ihre Schatten voraus. Der Projektarbeitskreis „Kommunal egal?“ wird dazu gemeinsam mit den Ortsgruppen jugendgerechte Angebote gestalten.

Ein wichtiges Thema der Konferenz waren faire weltweite Arbeits- und Produktionsbedingungen. Diesem näherten sich die Delegierten mit einem Planspiel, das beispielhaft die Herstellung von Handys betrachtet, und einer inhaltlichen Diskussion an. Im Ergebnis will sich die Kolpingjugend aktiv für gerechte Arbeitsbedingungen engagieren. Diözesanleiterin Maximiliane Rösner verwies auf die Aktualität des Themas: „Wir wollen uns im Sinne unserer Leitsätze für Wege zur Lösung dieser oftmals sozialen Fragen einsetzen.“ Konkret wird sich der neue Projektarbeitskreis „fair & mehr“ des Themas im Rahmen der Partnerschaftsarbeit annehmen und es weiter in Kolpingwerk und Kolpingjugend tragen.

Ein erfolgreiches Zwischenfazit zogen Diözesanleitung und Delegierte zur Umsetzung der Präventionsordnung des Bistums Münster. „Über 430 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind in weniger als zwölf Monaten geschult worden. Das ist ein guter Einstieg in die Implementierung des Themas Prävention von sexualisierter Gewalt in Kolpingjugend und Kolpingwerk“, stellte Selina Kraskes aus Enniger als verantwortliche Diözesanleiterin fest.

In diesem Sinne soll die Kolpingjugend-Präventionskampagne „gib8!“ auch 2014 fortgesetzt werden. Zugleich forderte die Diözesankonferenz mit einem Antrag das Kolpingwerk zur Unterstützung bei der verstärkten Auseinandersetzung mit diesem Thema auf.

Erstmals wählte die Diözesankonferenz ein Motivationsteam. An Stelle des bisherigen Wahlausschusses soll es Jugendliche und junge Erwachsene beim Engagement in dem Jugendverband beraten und unterstützen.
Durch diese Umwandlung des Wahlausschusses und die Einrichtung der Arbeitskreise hat die Kolpingjugend ihre im Frühjahr 2013 beschlossenen Strukturveränderungen umgesetzt. Damit will sie zeitgemäße Formen für ehrenamtliches Engagement entwickeln.

Die Diözesankonferenz der Kolpingjugend tagt zweimal jährlich. In ihr sind die 7.000 Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen vertreten, die Mitglieder in den 264 Kolpingsfamilien im Bistum Münster sind.

Weitere Informationen gibt es unter www.kolpingjugend-ms.de.

Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: pressestelle[at]bistum-muenster.de