
Friederike Müller
© Bischöfliche PressestelleFriederike Müller ist es „ein zentrales Anliegen, zuzuhören, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und die Erfahrungen von queeren Menschen (LSBTIQ*) angemessen entgegenzunehmen.“ Ziel des Projektes sei, so betont sie, „ein verantwortungsvoller und reflektierter Umgang mit der Vergangenheit. Queeren Menschen im Bistum Münster soll eine Stimme gegeben werden.“
Iris Horstmann, Referentin für Diversität im Bistum Münster, erinnert daran, dass queere Menschen auch in der katholischen Kirche im Bistum Münster viele Erfahrungen mit Ausgrenzung und Diskriminierung gemacht hätten. „Auch im Bistum Münster durften Mitarbeitende, die sich als lesbisch, schwul, bi, trans*, inter, queer und non-binär identifizierten, mit ihrer geschlechtlichen Identität und/oder sexuellen Orientierung nicht offen umgehen. Es drohten arbeitsrechtliche Konsequenzen.“ Zugleich habe es Beispiele gegeben, dass diese Menschen von Leitungspersonen aufgefordert worden seien, ihre sexuelle Orientierung und/oder ihre geschlechtliche Identität geheim zu halten, wenn sie weiter im kirchlichen Dienst bleiben wollten. „Solche Verletzungen darf es in Zukunft nicht mehr geben“, sagt Horstmann und ergänzt: „Wir möchten auch über das Projekt, das von queeren Menschen selbst angeregt wurde, deutlich machen, dass wir im Bistum Münster heute eine Kirche sind, in der Diversität offen gelebt werden kann und in der diese Menschen ein selbstverständlicher Bestandteil sind.“
Dr. Stephan Kronenburg
