Regierungspräsident überreichte Urkunden für zwei kirchliche Stiftungen

Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke hat am Donnerstag (26. Juni 2014) die Anerkennungskurkunden für zwei kirchliche Stiftungen an Generalvikar Norbert Kleyboldt überreicht.

Zu der ersten gemeinsamen Sitzung der Stiftungsvorstände für die "Stiftung zur Ausbildung katholischer Geistlicher im Bistum Münster" und die "Katholische Schulstiftung im Bistum Münster" war der Regierungspräsident kurz über den Domplatz gegangen, um in unmittelbarer Nachbarschaft der Bezirksregierung Münster die Anerkennungsurkunden im Generalvikariat persönlich auszuhändigen.

Der Regierungspräsident betonte: "Die heutige Zeremonie ist ein gutes Beispiel für das Verhältnis von Kirche und Staat. Gesetzliche Bestimmungen, Konkordate und Staatskirchenverträge werden partnerschaftlich ausgeführt. Der Staat erkennt die Stiftungen als selbstständige juristische Person mit zahlreichen staatlichen Rechtsfolgen an. Die Kirche übernimmt die Verantwortung für die Erhaltung des Stiftungsvermögens und die Verwendung der Erträge."

Der nordrhein-westfälische Landtag hat ein Gesetz verabschiedet, mit dem vier treuhänderisch verwaltete Schul- und Studienfonds aufgelöst und die Vermögen zwischen dem Land und der Kirche aufgeteilt werden. Im Gesetzgebungsverfahren und in der Öffentlichkeit wurde darüber viel diskutiert.

"Die Entscheidung des Parlaments ist eindeutig und wird heute umgesetzt. Ich begrüße es, dass der kirchliche Vermögensanteil nicht verbraucht, sondern mittels Stiftungen auf Dauer, im Prinzip auf ewig erhalten bleibt und nachhaltig für die Erfüllung gemeinnütziger Zwecke genutzt wird", sagte Klenke.

Mit den beiden neu anerkannten Stiftungen bestehen im Regierungsbezirk Münster 111 kirchliche Stiftungen. Insgesamt gibt es nun 567 Stiftungen im Regierungsbezirk Münster.

Text: Bischöfliche Pressestelle
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