Schüler am St.-Pius-Gymnasium sammelten 16.577 Ökopunkte
"Jetzt haben wir es schwarz auf weiß", freut sich Dr. Thomas Wenning. Der stellvertretende Leiter des St.-Pius-Gymnasiums in Coesfeld hat an der bischöflichen Schule das "Ökologische Jahr" initiiert.
Eine Säule war die Teilnahme an dem landesweiten Projekt "Ökoprofit". "An dem Programm nehmen vornehmlich Unternehmen teil. Wir haben uns als Schule darauf eingelassen und ein Jahr lang unterschiedliche Ressourcenverbräuche wie Strom, Wasser oder beispielsweise auch Papier unter die Lupe genommen und an Workshops teilgenommen", erklärt Wenning. Bei der Auswertung der aufwändig geführten Arbeitsblätter erhielt er Unterstützung der Bauabteilung des Bistums Münster. Nun waren die Ökoprofit-Experten vor Ort und überzeugten sich von den unterschiedlichen Klima- und Umweltschutz-Maßnahmen des Gymnasiums. "Für unser Engagement haben wir die Ökoprofit-Urkunde erhalten", freut sich Wenning über den erfolgreichen Abschluss.
Eine zweite Säule des "Ökologischen Jahres" betraf das Thema "Umweltbildung". "Wir haben unseren Schülerinnen und Schülern 25 unterschiedliche Projekte angeboten. Mit ihrem Engagement konnten sie das gesamte Schuljahr über ‚Ökopunkte‘ sammeln", berichtet Wenning. Vor allem in den unteren Klassen und der Mittelstufe sei das Angebot mit Begeisterung angenommen worden. Sage und schreibe 16.577 Ökopunkte sammelten die Schülerinnen und Schüler seit dem Start in das Schuljahr 2016/2017. "Das ist eine tolle Leistung", ist der 63-Jährige vom Einsatz der Kinder und Jugendlichen begeistert. Regelmäßig wurde das Ranking der besten Sammler in der Schule veröffentlicht.
Neben den Projekten konnten die Schülerinnen und Schüler über ein eigens eingerichtetes "Reisebüro" in der Schule einen Ausflug zu ökologisch besonders wertvollen Zielen buchen. "Dafür haben wir jeder Klasse einen Tag zusätzlich frei gegeben. Ziele waren beispielsweise eine Biogasanlage in Coesfeld, das Biologische Zentrum Lüdinghausen, ein konsumkritischer Stadtrundgang durch Münster oder eine Fahrt zum Energie-, Bildung-, Erlebniszentrum in Aurich", informiert Wenning.
Dem Pädagogen ist es ein Anliegen, dass das "Ökologische Jahr" nachhaltig wirkt. "Deshalb freuen wir uns, dass das Bistum Münster eine Planstelle im Bereich der Umweltbildung für unsere Schule ausgeschrieben hat", sagt er. Zudem sollen im kommenden Schuljahr einige Projekte weitergeführt werden, an denen Schüler freiwillig teilnehmen können oder die in den Unterricht integriert werden. "Die Bewahrung der Schöpfung ist für uns ein zentraler Erziehungsauftrag, der auch in unserem Leitbild einen festen Platz hat", erklärt Wenning. Er ist sicher, dass den Kindern und Jugendlichen in den vergangenen zwölf Monaten einiges bewusst geworden ist. Im Herbst findet noch eine letzte Aktion statt. "Die Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld haben uns ein Grundstück zur Verfügung gestellt, auf dem 100 Schüler je einen Baum pflanzen werden", nennt er ein weiteres Projekt, das nachhaltig wirken wird.
Zum Abschluss des „Ökologischen Jahres“, das maßgeblich von der Katholischen Schulstiftung im Bistum Münster gefördert wurde, findet vom 3. bis 6. Juli eine Projektwoche am St.-Pius-Gymnasium statt. "Neben verschiedenen Aktionen prämieren wir auch die Klassen mit den meisten Ökopunkten. Es gibt sehr attraktive Preise", verrät Wenning. Als Projektpartner für das gesamte "Ökologische Jahr" konnte das St.-Pius-Gymnasium die Stadtwerke Coesfeld gewinnen.
Bildunterschrift: Zum Abschluss des "Ökologischen Jahres" tauscht sich Dr. Thomas Wenning mit einigen Siebtklässlern über die unterschiedlichen Projekte aus.
Text: Bischöfliche Pressestelle / 22.06.17
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Foto: Michaela Kiepe/Bischöfliche Pressestelle
