Schulte als Dompropst und Winterkamp als Domkapitular eingeführt

Offizielle Einführung am Hohen Dom St. Paulus zu Münster: Kurt Schulte, Offizial (Leiter des Kirchengerichts) des Bistum Münster, ist neuer Dompropst und Klaus Winterkamp, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbands, ist neuer residierender Domkapitular.

Eingeführt wurden beide im Rahmen einer Vesper am Sonntag (7. Juli 2013) von Generalvikar und Domdechant Norbert Kleyboldt.

Er wünschte ihnen in seiner Predigt für den gemeinsamen Weg im Domkapitel das Tragende einer jeden christlichen Gemeinschaft. "Was hält uns zusammen, was schafft Einheit und eine gemeinsame Richtung", fragte der Generalvikar, "was kann uns heute dabei helfen, nicht zu zersplittern?" Die Antworten entwickelte er aus den Auseinandersetzungen in den Gemeinden des Urchristentums. Der Apostel Paulus habe ihnen die Ratschläge gegeben, den anderen in Demut höher einzuschätzen als sich selbst und nicht nur auf das eigene, sondern auch auf das Wohl des anderen zu achten.

Es gehe in der christlichen Gemeinschaft nicht darum, selbstständiges Denken auszuschalten, so Kleyboldt weiter. "Vielfalt in der Gemeinde ist von Gott gewollt." Die Abstimmung der einzelnen Sichtweisen mache das Miteinander aber spannend. Der gemeinsame Weg habe im "Lebensmodell Jesu" die entscheidende Basis. "Indem sich Menschen von dieser Lebensart anstecken lassen und sich aus ihr die Kraft zum eigenen Lebensweg holen, verändern sie sich selbst und die Umwelt."

Schulte und Winterkamp gelobten in der Vesper, die Regelungen des Domkapitels zu achten. Schulte bekam von Kleyboldt ein neues Birett als Zeichen seiner verantwortlichen Funktion aufgesetzt. Auch Winterkamp erhielt die Insignien des Kapitels, Brustkreuz und Birett und wurde an seinen neuen Platz im Chorgestühl des St.-Paulus-Doms geführt. Schulte ist Nachfolger von Josef Alfers, der bereits im Mai in den Ruhestand gegangen war. Durch Schultes Wechsel zum Dompropst war eine der insgesamt acht Stellen des Kapitels frei geworden, die nun Winterkamp besetzt.

Schulte steht dem Domkapitel künftig als Propst vor. Er wurde in einer geheimen Wahl von den Mitgliedern des Kapitels gewählt und von Bischof Felix Genn ernannt. Der 1965 in Cloppenburg geborene Schulte wuchs in Bösel auf und wurde 1991 zum Priester geweiht. Er war Kaplan in St. Gertrud Lohne, bevor Bischof Reinhard Lettmann ihn 1993 zu seinem Privatsekretär berief. 1996 wechselte Schulte als Pfarrer nach St. Catharina Dinklage, zusätzlich wurde er Richter am Offizialat (Diözesangericht), rückte 2001 zum Vize-Offizial auf. 2007 übernahm Schulte die Pfarrstelle in St. Mariä Himmelfahrt Vechta und wurde zudem Präses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung St. Georg Vechta. 2010 wechselte Schulte an die Spitze des Diözesangerichts nach Münster.

Zu seinen neuen Aufgaben als Domkapitular gehört für Winterkamp unter anderem die Mitwahl eines neuen Bischofs. 1966 in Münster geboren wurde er nach dem Theologiestudium in seiner Heimatstadt und in Wien im Jahr 1992 zum Priester geweiht. Anschließend war er Kaplan in Ahlen und Recklinghausen. In dieser Zeit promovierte er an der Ruhr-Universität Bochum zum Doktor der Theologie. 2001 wurde Winterkamp Pfarrer in Liebfrauen Bocholt, ab 2008 war er zudem Dechant des Dekanats Bocholt-Rhede-Isselburg. Im Dezember 2010 wurde er von der Delegiertenversammlung des Diözesan-Caritasverbands zu dessen Vorsitzenden gewählt und von Bischof Felix Genn bestätigt.

Text: Bischöfliche Pressestelle
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