
Schwester Katharina Kluitmann diskutierte beim Katholikentag in Würzburg üner Freuenrechte in der Kirche.
© Bistum MünsterFrauen könnten den Katholikentag nutzen, um neue Argumente auszutauschen und sich zu vernetzen, sagt Kluitmann im Nachgang zu der Veranstaltung. So entstehe beim Katholikentag eine intellektuelle Auseinandersetzung: „Es wird gemeinsam nachgedacht und zusammen Gottesdienst gefeiert, manchmal auch in neuen Formen.“ Besonders freut sie sich darüber, dass der große ökumenische Frauengottesdienst im Kiliansdom so gut besucht war, dass die Kirche überfüllt war.
Bei der Diskussion um Frauenrechte in der Kirche geht es aus Sicht von Schwester Katharina nicht mehr um theologische Argumente, sondern um Kulturwandel und neue Erzählungen in der Kirche. Das sei auch ein Ergebnis der Diskussion gewesen. Die Frage sei, ob und wie sich dies – auch angesichts unterschiedlicher Stimmungen in der Kirche – umsetzen lasse. Frauenrechte in der Kirche seien aber immer auch ein emotionales Thema, sagt Kluitmann. „Das Thema geht uns ans Herz, ohne Emotionen geht es einfach nicht“, betont die Ordensfrau. Was sie sich wünscht: Dass alle als Gewinner aus der Diskussion herausgehen.
Katholikentage haben für Schwester Katharina eine besondere Bedeutung: „Ich habe dort meine Gemeinschaft kennengelernt.“ Ihren ersten Katholikentag hat sie 1982 noch als Schülerin in Düsseldorf erlebt. „Leute treffen, Leute wieder treffen“ – das bedeutet für sie Katholikentag.
Lara Bergjohann
