Seelsorgliches Angebot im Wohnbereich des St.-Rochus-Hospitals
"Himmel-und-Erde-Gespräche" – Für Margaretha Gretenkord passt der Titel: "Das fasst all das zusammen, um was es bei unseren Gesprächen mit den Bewohnern geht – Themen aus dem Kirchenjahr, Glaubenstraditionen und –erinnerungen und Gott."
Seit knapp einem Jahr bietet sie den Bewohnern im Wohnbereich St. Benedikt des St. Rochus-Hospitals in Telgte diese Gespräche über "Gott und die Welt" an.
In 17 Wohngruppen auf dem Krankenhausgelände und dezentral in Telgte betreut der Wohnbereich chronisch psychisch kranke Menschen. Margaretha Gretenkord ist dort als Sozialarbeiterin tätig. Schon immer lag ihr neben den administrativen Aufgaben besonders die seelsorgliche Begleitung der Menschen am Herzen. "Ich merke, dass es den Bewohnern gut tut, wenn wir gemeinsam beten, über den Glauben oder bestimmte Erlebnisse sprechen", sagt die 48-Jährige. Schon seit langem bietet sie in der Adventszeit täglich einen Morgenimpuls an, in der Fastenzeit mehrmals pro Woche. Doch die Sozialarbeiterin ging noch einen Schritt weiter.
Vor wenigen Wochen hat sie eine vom Bischöflichen Generalvikariat angebotene Ausbildung als "seelsorgliche Begleiterin in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen" erfolgreich abgeschlossen. In Übereinstimmung mit der Einrichtungsleitung ist Margaretha Gretenkord nun mit drei Wochenstunden für diese Aufgabe freigestellt. Ergänzend zu den ökumenischen Seelsorgern des St. Rochus-Hospitals sei es ihre Aufgabe, im Wohnbereich "eine am Kirchenjahr orientierte Atmosphäre zu schaffen" und beispielsweise "wortgottesdienstliche Feiern zu gestalten".
Ganz praktisch setzt sie das monatlich in zwei Wohngruppen mit den "Himmel-und-Erde-Gesprächen" um. "Im Mittelpunkt steht für gewöhnlich das Kirchenjahr mit den gerade anstehenden Feiertagen", erklärt Margaretha Gretenkord. Fester Bestandteil dabei sei die gestaltete Mitte. Die Sozialarbeiterin sucht vorher Gegenstände und Bilder zusammen, über die die Bewohner miteinander ins Gespräch kommen können. "Dann kann man beobachten, dass selbst die Bewohner, die sonst sehr ruhig sind, sich öffnen und von ihren Gedanken erzählen", beschreibt sie. Der damalige Empfang der Erstkommunion an Fronleichnam, das Miteinander der Familie an Weihnachten – "viele Erinnerungen und Glaubenstraditionen werden so wachgehalten und man merkt, das tut den Bewohnern gut", schildert sie. Das gemeinsame Singen des Liedes "Danke, für diesen guten Morgen" am Beginn des "Himmel-und-Erde-Gesprächs" gibt dem Angebot einen stabilen Rahmen, der für die Bewohner wichtig ist.
Für Margaretha Gretenkord war es die richtige Entscheidung, sich als seelsorgliche Begleiterin ausbilden zu lassen. Die siebenmonatige Ausbildungszeit, die in drei Blöcken stattfand, hat sie in ihrem Engagement bestärkt. "Ich möchte unseren Bewohnern die Vielfalt des Glaubens und konkret des Kirchenjahres aufzeigen und mit ihnen zusammen darüber ins Gespräch kommen."
Bildunterschrift: Margaretha Gretenkord kommt bei den sogenannten "Himmel-und-Erde-Gesprächen" mit den Bewohnern über Glaubenstraditionen und –erinnerungen und Themen aus dem Kirchenjahr ins Gespräch.
Text: Bischöfliche Pressestelle / 06.07.16
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de
Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann
