
Zur Feierstunde waren viele Gäste in die modernisierte und erweiterte Jugendbildungsstätte Saerbeck gekommen.
© Bistum MünsterFür das Team der kirchennahen Einrichtung, die die Christliche Arbeiterjugend (CAJ) als Hauptgesellschafter sowie die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und die Junge Gemeinschaft (JG) tragen und die das Bistum Münster, der Kreis Steinfurt sowie das Land NRW fördern, war die Bauphase oftmals eine enorme Herausforderung. „Und doch sind wir in dieser Zeit ein lebendiger Ort geblieben“, lobte Dierker das Engagement und den Einsatz des gesamten Teams. Und noch etwas wurde bei der Einweihung klar: Alle Mühen und Entbehrungen haben sich gelohnt.
Diözesanbaudirektorin Anette Brachthäuser richtete in ihrem Grußwort den Blick erst einmal zurück: Bereits 2018/2019 habe man sich in Münster mit einer Sanierung beziehungsweise einem möglichen Neubau der JBS beschäftigt. Letzterer musste aus Kostengründen verworfen werden. „Danach ging alles zurück auf Start“, erinnerte sich Anette Brachthäuser. Vor fast genau drei Jahren dann erfolgte der erste Spatenstich. „Ein gutes Invest“, zeigte sich die Leiterin der Abteilung Bauwesen im Bistum Münster überzeugt und bezeichnete die Jugendbildungsstätte, so wie sie heute dasteht, als „energetisches Vorzeigeprojekt“.
Nachhaltigkeit wird in der JBS nicht nur gelehrt, sondern gelebt: Mit Holzbauweise, Solardach, Wärmepumpen und intelligenter Energietechnik ist ein nahezu klimaneutraler Lernort entstanden. Nachhaltigkeit sei aber mehr als Theorie und Technik, betonte Johannes Dierker: „Wir wollen unserer Verantwortung für die Schöpfung gerecht werden – und das aus unserem christlichen Glauben heraus.“
Landrat Dr. Martin Sommer lobte als Vertreter des Kreises Steinfurt die bauliche Großmaßnahme: „Die Jugendbildungsstätte bietet einen Raum, um jungen Menschen Werte zu vermitteln, die unsere Gesellschaft braucht.“ Saerbecks Bürgermeister Dr. Tobias Lehberg bedankte sich beim Bistum Münster für die Modernisierung der JBS: „Hier können Jugendliche und junge Erwachsene ihre Fähigkeiten entfalten und Tugenden entwickeln.“ Wie schon seine Vorredner betonte auch Lehberg die Bedeutung von Bildungshäusern: „Hier werden die Grundlagen für eine funktionierende Gesellschaft gelegt.“
Bevor sich die Gäste das Haus genauer anschauen konnten, segneten Pfarrer Ramesh Chopparapu und Pastoralreferentin Anja Daut mit Gebet und Weihwasser die Jugendbildungsstätte.
Dass die modernisierte Einrichtung in Westladbergen bei Jugendgruppen, Schulklassen, Chören, Familien- und Feriengruppen beliebt ist, zeigen die Zahlen. Die Nachfrage sei „sehr hoch“, erwähnte Dierker am Rande. Für das kommende Jahr stünden schon 13.000 Übernachtungen in den Büchern. Bei einer Kapazität von 15.000 Übernachtungen ein mehr als zufriedenstellender Anfang, findet der Geschäftsführer.
Gudrun Niewöhner
