Sexualpädagogischer Update für die Offene Kinder- und Jugendarbeit

Einen Update zum Thema "Sexualpädagogisches Arbeiten in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit" erhielten jetzt 20 Fachkräfte aus verschiedenen Einrichtungen im Bistum Münster bei einem Studientag in Haltern am See in der Heimvolkshochschule Gottfried Könzgen auf dem Annaberg.

Um die Sexualität Jugendlicher müsse man nicht mehr oder weniger besorgt sein als um jene von Erwachsenen – so lautete eine der Botschaften der Veranstaltung. Gleichzeitig rechtfertige die Kinder- und Jugendphase als besondere Sozialisationsphase auch besondere Bemühungen in der Begleitung von Kindern und Jugendlichen. Fachlich geleitet wurde die Fortbildung durch die Referenten Michael Hummert und Ann-Kathrin Kahle vom Sozialdienst katholischer Frauen in Münster.

Bei aller Aufgeklärtheit und bei allem Selbstbewusstsein, das viele Kinder und Jugendliche heute auszeichne, sei festzustellen, dass vielen Heranwachsenden vieles in der konkreten Begegnung mit Fragen der Sexualität unklar bleibe, erklärten die Referenten. Solche Unsicherheiten seien natürlich, der konkrete, individuelle Umgang in diesem "gefühlten Dilemma" sei sehr unterschiedlich. Gleichzeitig bestehe das Bedürfnis, dass Sexualität entdeckt werden wolle. Zum Thema gehörten auch Ambivalenzen in Gefühlen und in Einschätzungen zu den eigenen Grenzen. Der Umgang damit brauche Erfahrungsräume, Zutrauen und vertrauenswürdige, kompetente Ansprechpartner auch außerhalb von Familie.

Veranstalter der Fortbildung war das Referat Offene Kinder- und Jugendarbeit der Abteilung Kinder, Jugendliche und Junge Erwachsene im Bistum Münster.

Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de