Sonderpreis geht nach Rheine: Katholische Elternschaft Deutschlands feiert Jubiläum

Der katholische Förderverein der Kindertageseinrichtung St. Ludgerus-Schotthock e.V. aus Rheine ist beim Jubiläumskongress der Katholischen Elternschaft Deutschlands (KED) in Würzburg mit deren Sonderpreis "Pro cura parentum" geehrt worden.

Der 2008 dank einer Elterninitiative gegründete Verein engagiert sich für das Zusammenwachsen der vier angeschlossenen Kindertagesstätten sowie für die Zusammenarbeit zwischen Kinder, Eltern und Erzieherinnen.

"Ohne Eltern geht die Schule nicht" lautete das Motto, das die seit 60 Jahren bestehende KED ihrem Jubiläumskongress am zweiten Mai-Wochenende vorangestellt hatte. Sie rief damit in Erinnerung, dass Eltern die Konstante im Bildungsleben ihrer Kinder sind, die Kinder und Jugendlichen durch alle Bildungsinstitutionen begleitet. Umso wichtiger ist es aus Sicht der KED, dass Eltern in den Einrichtungen Einfluss nehmen, z.B. durch die Gestaltung ihrer gesetzlich vorgesehenen Mitwirkung an den Schulen, und sich in Gesetzesvorhaben im Bildungsbereich einmischen.

Eltern, die in diesem Bereich beispielhaft tätig sind, können den KED-Elternpreis erhalten. Neben dem Rheiner Förderverein waren diesmal die Schulpflegschaft des Bonner St.-Adelheid-Gymnasiums sowie die Arbeitsgemeinschaft der Schulpflegschaften der katholischen Schulen im Erzbistum Paderborn die Preisträger. Im Rahmen der Festveranstaltung zum 60-jährigen Jubiläum überreichten Stifter Professor Dr. Walter Eykmann, Ehrenvorsitzender der KED, und Bundesvorsitzende Marie-Theres Kastner aus Münster die Auszeichnungen.

Die Festrede beim Jubiläumskongress hielt Bundestagspräsident Professor Dr. Norbert Lammert. Sein Thema lautete "Verantwortung vor Gott und den Menschen – Zur Bedeutung des Glaubens in einer säkularen Gesellschaft".

"Die Rede des Bundestagspräsidenten hat verdeutlicht, dass das Einfordern einer ganzheitlichen, werteorientierten Bildung, wie es die KED tut, von fundamentaler Bedeutung für den Fortbestand der Demokratie ist", bilanzierte Marie-Theres Kastner. Schließlich habe Lammert darauf verwiesen, dass der Versuch, den Mensch zum Maßstab aller Dinge zu machen, immer fatale Folgen nach sich ziehe. Das sei letztendlich auch Voraussetzung für das Unrechtsregime der Nationalsozialisten gewesen. Als Lehre daraus sei das Grundgesetz zutiefst von christlichen Werten geprägt. Diese seien aber nur von Menschen umzusetzen, die sich, von ihrem ureigenen Christsein getrieben, um die Belange der Gesellschaft, des Staates kümmern.

Abschließend feierte Bischof Dr. Friedhelm Hofmann mit den rund 100 Mitgliedern und Gästen der KED einen Gottesdienst in der Neumünsterkirche. darin machte er den Eltern Mut, die Ideen und Aktivitäten der KED weiterzutragen.

Weitere Informationen zur KED gibt es unter www.katholische-elternschaft.de.

Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: pressestelle[at]bistum-muenster.de