Studierendenwohnheim hat Arbeit aufgenommen

Wer in ein bischöfliches Studierendenwohnheim einzieht, der soll da mehr finden als ein reines

Dach über dem Kopf, nämlich Gemeinschaft, pädagogische Begleitung in allen Phasen des Studiums und seelsorgerliche Angebote. In Münster ermöglicht das die Anfang des Jahres gegründete Gesellschaft Bischöfliches Studierendenwohnheim gGmbH.

Fünf Wohnheime, die auch schon bisher in Trägerschaft des Bistums Münster waren, sind nun unter deren Dach zusammengeschlossen: das Collegium Marianum, das Fürstin-von-Gallitzin-Heim, das Thomas-Morus-Kolleg, das Liebfrauenstift und das Deutsche Studentenheim. Diese Wohnheime bieten insgesamt 380 Plätze – 200 für Studenten und 180 für Studentinnen –, die dafür zwischen 119 Euro und 219 Euro monatlich zahlen. Außerdem gehört das Café Milagro, das täglich rund 250 preiswerte Mittagessen ausgibt, der Gesellschaft an.

"Bislang hatten die sechs Studierendenwohnheime je einen eigenen Haushalt," erklärt Carsten Wellbrock, Geschäftsführer der Hauptabteilung Verwaltung im Bistum Münster, "nun wollen wir durch die Bündelung und die Zuständigkeit eines Geschäftsführers wichtige Synergieeffekte erzielen." Als dieser Geschäftsführer ist Markus Hoffmann bestellt worden. Das Bistum Münster bleibt derweil 100-prozentige Gesellschafterin.

Ihm zur Seite steht ein aus neun Mitgliedern bestehender Beirat, der bei der ersten Gesellschaftsversammlung Ende Februar gebildet wurde. In ihm arbeiten Studentenpfarrer André Pollmann als Vorsitzender, Dr. Norbert Köster als Vertreter der Universität und Carsten Wellbrock sowie die Studierenden Klaus Bruns, Bernd Frankemöller, Christian Gwenner, Jonas Nolte, Christina Schaepers und Marie-Katrin Tummes mit. "Der Beirat ist für die inhaltlich-konzeptionellen Aspekte zuständig", erklärt Geschäftsführer Hoffmann, "denn wir wollen unsere Einrichtungen langfristig entwickeln, und dazu stellt der Beirat die nötigen strategischen Überlegungen an."

Für ganz konkrete Projekte wie beispielsweise die Vereinheitlichung der Bewerbungsverfahren in allen Wohnheimen hat die Gesellschaft einen Ausschuss gebildet. Ihm gehören etwa 20 Personen an, wobei alle Wohnheime und das Café vertreten sind.

Als Mitarbeitende beschäftigt die Gesellschaft 48 Personen. "Wir haben das komplette Personal aller Einrichtungen übernommen", betont Hoffmann. Auch bei den Beschäftigten sollen sich die gewünschten Synergieeffekte niederschlagen, so arbeiten beispielsweise die technischen Hausdienste ebenso eng zusammen und tauschen sich aus wie die Bereichsleitungen.

Außerdem, hebt Studentenpfarrer Pollmann hervor, unterstreiche die neue Gesellschaft auch die Funktion der Wohnheime als ein Bestandteil junger Kirche. Die enge Vernetzung mit der Katholischen Hochschulgemeinde (KSHG) ermögliche eine christliche Prägung der Wohnheime, die gleichzeitig ihren individuellen Charakter behielten und für die Bewohnerinnen und Bewohner so etwas wie "Lebensschulen" seien. Die Studierenden würden in ihrer Lebensphase nicht alleingelassen. Zudem wirkten bischöfliche Studierendenwohnheime der Vereinzelung entgegen und böten bezahlbaren Wohnraum. So könnten auch finanziell schlechter gestellte junge Menschen trotz der in Münster hohen Wohnkosten hier studieren.

Mit dieser Zielsetzung will die neue Gesellschaft in die Zukunft gehen. Den nächsten Schritt dazu geht sie im Mai, wenn die erste Beiratssitzung stattfinden wird.

Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de