Syrisch-Maronitischer Primas zu Gast in Münster

, Bistum Münster

Ein Stück Weltkirche in Münster: Zu einem Besuch im St.-Paulus-Dom und einer persönlichen Begegnung hat Münsters emeritierter Bischof Felix Genn jetzt den Primas der Syrisch-Maronitischen Kirche mit Sitz in Beirut, Kardinal Béchara Boutros Raï, empfangen.

Anlass des Besuchs von Kardinal Raï war die Eröffnung der St.-Johannes-Kirche in Enschede für die Gottesdienste der Syrisch-Maronitischen Gemeinden in Enschede und dem Erzbistum Utrecht am Sonntag. An den Vorbereitungen hierzu war auch die Syrisch-Maronitische Gemeinde in Münster beteiligt. Für diese Unterstützung aus dem Bistum Münster drückte Kardinal Raï seine Dankbarkeit aus. 

Bischof em. Genn wiederum hob seine Freude darüber hervor, dass mit Pfarrer Charbel Obeid ein Vertreter der Maronitischen Kirche die Seelsorge für die arabischsprechenden Gläubigen im Bistum Münster übernommen habe. Ein weiteres Gesprächsthema war die schwierige Situation für die Menschen im Nahen Osten und besonders im Libanon. 

Kardinal Béchara Boutros Raï, Bischof em. Dr. Felix Genn und Pfarrer Charbel Obeid

© Bistum Münster/Thomas Mollen

Bischof em. Genn und Kardinal Raï kennen sich seit etlichen Jahren aus gemeinsamen Beratungen in Rom – unter anderem waren beide Teilnehmer der von Papst Franziskus einberufenen Jugendsynode 2018 sowie der Weltsynode 2021-2024. 

Begleitet wurde der Syrisch-Maronitische Patriarch von Bischof Maroun Nasser Gemayel und Bischof Michel Aoun. Auf Seiten des Bistums Münster nahmen Weihbischof em. Dieter Geerlings als Bischöflicher Beauftragter für die Seelsorge in anderen Sprachen und Riten sowie Joana Gewand als Referentin für die Seelsorge in anderen Sprachen und Riten an der Begegnung teil.

Beide waren auch bei der Einweihung der St.-Johannes-Kirche in Enschede als neuem Gottesdienstraum für die Syrisch-Maronitische Gemeinde anwesend. „Es war ein beeindruckendes Fest mit rund 800 Teilnehmenden“, berichtete Weihbischof em. Geerlings. Besonders habe ihn beeindruckt, wie viele junge Menschen unter den Gemeindemitgliedern gewesen seien.