
Lena Greiwe (Mentorin: Christel Plenter), Stefanie Auditor (Mentor: Markus Ahlers) und Dr. Christina Eifler-Nolte (Mentorin: Maria Bubentischek) haben erfolgreich am Programm „Kirche im Mentoring – Frauen steigen auf“ teilgenommen.
© Hildegardis-VereinWährend des Festaktes mit Mentorinnen, Mentoren und den Mitgliedern der Programmsteuerungsgruppe würdigte Domdekan Monsignore Dr. Wolfgang Hacker das Engagement der Mentees: „Sie sind berufen, Zukunft zu gestalten – Sie übernehmen Verantwortung in einer Zeit voller Veränderungen.“ Das könne durchaus Respekt einflößen: „Doch ich wünsche Ihnen, dass dieser Respekt niemals größer wird als Ihre Freude am Gestalten“, so Hackers gute Wünsche für die angehenden Führungskräfte.
Die präsentierten Projekte machten deutlich, wie vielfältig die Bereiche sind, in denen die beteiligten Nachwuchskräfte bereits Führungserfahrungen in der Kirche erwerben konnten. Die Bandbreite der Projekte reichte von der Ausbildung ehrenamtlich tätiger Kunstpflegerinnen und -pfleger für den Erhalt denkmalgeschützter Gebäude im Bistum Münster über den Aufbau einer mobilen Seelsorge-Reserve im Erzbistum München und Freising bis zur Etablierung einer strukturierten Zusammenarbeit der Hilfswerke Renovabis und Misereor im Bereich Prävention sexualisierter Gewalt.
„Das Netzwerk, das sich durch das Mentoring-Programm bundesweit entwickelt hat, ist ausgesprochen hilfreich und förderlich für meine weitere berufliche Entwicklung“, resümiert Mentee Stefanie Auditor aus dem Bistum Münster. Ihre Mentee-Kollegin Corinna Posselt aus dem Erzbistum Berlin konnte vom Cross Mentoring profitieren – ihre Mentorin Margherita Onorato leitet die Hauptabteilung Personal im Bistum Aachen. Dabei konnte Corinna Posselt ihre Mentorin zweimal ganztägig zu „Shadowing-Terminen“ begleiten und Einblicke in die Abläufe und Organisation eines anderen Bistums bekommen: „Mentoring ist keine Einbahnstraße, sondern meine Erfahrungen im Erzbistum waren auch für meine Mentorin und ihre Organisation ergiebig.“
Auch für Celine Biesenkamp vom Diözesancaritasverband Hildesheim hat das Mentoring wichtige Erfahrungen ermöglicht: „Das Mentoring hat mich ermutigt, mir gezielt Feedback von einer erfahrenen Führungskraft einzuholen. Ich kann meine Stärken nun besser einschätzen und meinen beruflichen Weg gelassener angehen.“
„Wir sehen deutlich die Wirkungen unseres Mentorings – die Zahlen von Frauen in Führung in der katholischen Kirche sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und wir haben in unserem überdiözesanen Führungsnetzwerk die Frage nach Werten und Haltung neu gestellt“, so Birgit Mock, Geschäftsführerin des Hildegardis-Vereins. „Das verändert die Kultur unserer Kirche und wir sind froh, mit dem Hildegardis-Verein einen wichtigen Beitrag dazu leisten zu können.“
Der Mentoring-Durchgang 2026/2027 wird in zwei Wochen starten, erneut in Augsburg und mit 30 Tandems – hieran werden erstmals auch Tandems aus der deutschsprachigen Schweiz teilnehmen. Für den Durchgang 2027/2028 können sich interessierte Bistümer und kirchliche Einrichtungen und Organisationen noch um Tandemplätze bewerben.
Gudrun Niewöhner
