Turm der Überwasserkirche muss saniert werden
"Sicherheit geht vor", sagt Dr. Hans-Werner Dierkes, leitender Pfarrer der katholischen Pfarrei Liebfrauen-Überwasser in Münster.
Deshalb hat die Pfarrei in Abstimmung mit der Abteilung Kirchengemeinden des Bistums Münster sowie den beteiligten Planern und ausführenden Firmen beschlossen, voraussichtlich noch in dieser Woche eine Absperrung rund um den Turm der Überwasserkirche zu errichten. Erhebliche Schäden am Kirchturm erfordern diese Maßnahme.
Auf Initiative des Kirchenvorstands der Pfarrei findet einmal jährlich eine Befahrung des Turms statt, um diesen auf mögliche Schäden zu untersuchen. Bei der diesjährigen Befahrung mittels einer Arbeitsbühne hatten Fachleute vor einigen Wochen die aktuellen Schäden festgestellt.
Von der Arbeitsbühne aus konnten sie kurzfristig einige schadhafte Stellen sichern und lose Steine entfernen. Auch zwei Kreuzblumen aus Beton wurden mit Bändern gegen weitere Risse geschützt. Grundsätzlich stellten die Experten dringenden Sanierungsbedarf fest. Deshalb wird die Maßnahme schon im März 2017 im Bewilligungsausschuss des Bistums auf der Tagesordnung stehen. Voraussichtlich kann die Sanierung dann Ende März starten. Ein Architekturbüro beginnt schon jetzt mit den Vorbereitungen.
Nach einer ersten vorsichtigen Schätzung ist mit Kosten von etwas über einer Million Euro zu rechnen. Den überwiegenden Anteil davon wird das Bistum tragen müssen.
Für die Dauer der Absperrung wird der Haupteingang der Kirche im Turm nicht nutzbar sein. Auch der Weihnachtsmarkt an der Überwasserkirche, der Giebelhüüskesmarkt, ist betroffen. Nach Angaben des Pfarrers hat sich der Marktbetreiber kooperativ gezeigt, sodass der Markt nach kleineren Umbauten weiter stattfinden kann.
Wichtig ist den Verantwortlichen in Kirchenvorstand und Bistum sowie den weiteren Beteiligten, dass dank der vorübergehenden Sicherungsmaßnahmen am Turm keine Gefahr für Passanten besteht. "Die Absperrung ist eine zusätzliche Absicherung, ein doppelter Boden", verdeutlicht Pfarrer Dierkes.
Text: Bischöfliche Pressestelle / 25.11.16
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