Überfüllte Jugendkirche beim Gebetsabend zum Thema

Jesus kann ein Medikament gegen den Stress des Menschen sein, sich ständig beweisen zu müssen.

Mit dieser These brachte Bischof Dr. Felix Genn am Freitag (13. Dezember 2013) die Jugendlichen zum Nachdenken, die aus vielen Gemeinden des Bistums zum Jugendgebetsabend in die münstersche Jugendkirche Effata (!) gekommen waren.

Vier Mal im Jahr wird der Wortgottesdienst für Firmlinge und Jugendliche ab 14 Jahren in der Jugendkirche in Münster gefeiert: Beim letzten Gebetsabend in 2013 konfrontierten sie Bischof Genn, Thorsten Schmölzing, Pfarrer der Jugendkirche, und Domvikar Michael Rupieper mit dem Thema „Schenken“.

„Für mich ist es das größte Geschenk, dass Ihr heute so viele seid“, sagte Genn zu seinen Zuhörern, für die die Plätze im Gotteshaus nicht ausreichten und die auch auf dem Boden saßen: „Ihr zeigt, dass die Kirche jung ist.“ Gruppen von Jugendlichen waren aus Dorsten, Bochum, Stadtlohn, Greven, Kevelaer, Ostbevern und Bottrop-Kirchhellen angereist. Manche von ihnen werde er im kommenden Jahr firmen, so der Bischof. „Heute könnt Ihr jetzt schon mal sehen, wie ich ticke.“

Wie bereitest Du Dich auf Weihnachten vor? Wie viele Personen beschenkst Du? Kaufst Du auf dem letzten Drücker? Das waren Fragen, zu denen sich die jungen Leute äußern sollten. Dabei fiel Bischof Felix auf, dass sie am intensivsten reagierten, wenn es persönlich wurde. „Ihr seid nicht geizig und wollt mehrere Leute beschenken“, fasste er zusammen. „Schenken ist tatsächlich etwas ganz Persönliches“, bestätigte er. Am tiefsten sei man betroffen, wenn man spüre, dass man wirklich gemeint ist.

„Stellt Euch mal vor, wir würden nur davon leben, was wir bringen“, überlegte der Bischof und nannte als Beispiel den Profifußball: „Was stehen die Spieler unter Druck, gewinnen zu müssen, weil sie nur dann etwas sind.“ Gott sei in die Welt gekommen und niemand müsse sich vor ihm beweisen. „Bei ihm ist es möglich, dass Du Dich einfach von ihm lieben lässt“, versicherte Genn. Man solle seine Liebesgeschichte als Geschenk annehmen.

Zwei Videoclips zum Thema „Schenken“ untermalten den Wortgottesdienst, die Effata-Band stimmte stimmungsvolle Lieder an. „Andere Menschen können für uns ein Geschenk sein und wir für sie“, sagte der Geistliche den jungen Leuten, die am Ende aufgefordert wurden, den Namen eines ihnen wichtigen Menschen auf einer Karte zu notieren und diese nach vorne zu bringen. Dann betete der Bischof gemeinsam mit den Jugendlichen das Vaterunser.


Text: Bischöfliche Pressestelle
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