Vera Buschmann und Kevin Zahorodni empfangen Erwachsenen-Firmung
Zwei, die sich auf ihre Firmung am Pfingstmontag freuen: Kevin Zahorodni fühlt sich jetzt "reif genug dafür", Vera Buschmann hat die Vorbereitungszeit als bereichernde Auseinandersetzung mit ihrem Glauben empfunden.
Dabei sind die Wege der beiden auf dieses Sakrament hin sehr unterschiedlich verlaufen. Vera Buschmann stammt aus einer katholischen Familie, ist getauft und in Wetter/Ruhr zur Erstkommunion gegangen. "Mitten in der damaligen Firm-Vorbereitung allerdings begann für mich in der elften Klasse mein längerer England-Aufenthalt", erzählt sie – nach der Rückkehr war der Empfang des Sakraments kein Thema mehr. Im Medizin-Studium in Münster aber fand die junge Frau über die sonntägliche Abendmesse in Liebfrauen-Überwasser einen Ort für ihren Glauben. Als dort Kapuziner-Pater Ludger Ägidius Schulte einmal die Möglichkeit der Erwachsenen-Firmung ansprach, reifte in Vera Buschmann der Wunsch, dieses Sakrament doch noch zu erbitten.
Kevin Zahorodni wuchs in der DDR auf. "Bei uns daheim war der Glaube kein Thema", erinnert er sich. Zwar wurde er mit elf Jahren getauft, doch spielten Gott oder Kirche im Alltag kaum eine Rolle. Über einen Freund kam auch er als Student schließlich in die Gottesdienste in Liebfrauen-Überwasser und traute sich schließlich, Kapuziner-Pater Ludger Schulte anzusprechen. Der steht ihm als geistlicher Begleiter zur Seite – und bei der Firmung auch ganz wortwörtlich, denn Pater Ludger wird der Firmpate des 34-Jährigen sein.
Für die junge Ärztin und den frisch gebackenen Referendar hat sich der Gesprächskreis zur Vorbereitung auf den Empfang des Sakraments als gutes Fundament erwiesen, das bestätigen beide. Vertrautes konnte neu beleuchtet, Zweifel thematisiert und Wissen ergänzt werden. Kevin Zahorodni und Vera Buschmann fühlen sich durch diese Gesprächsgruppe gestärkt: "Sich firmen zu lassen ist ja auch ein Bekenntnis nach außen", so der junge Lehrer, der hofft, seinen Glauben auch im Alltag bewusst leben zu können. Vera Buschmann wiederum, die gerade als Ärztin in ihr Berufsleben startet, wünscht sich auch für die Zeit nach der Firmung die Möglichkeit einer solch bereichernden Gesprächsrunde.
Beide wollen ihren Firmtag ganz bewusst aus dem Alltag herausheben – Kevin feiert mit Freunden, seiner Braut und ihrer Familie, bei Vera kommen Eltern, die Schwester und die Tante als Patin nach Münster. Die Zwei sind sich sicher: Die "Firmung" - das Wort leitet sich vom lateinischen "confirmare" ab und bedeutet "Stärkung" durch den Heiligen Geist – hat heute eine wesentlich tiefere Bedeutung für sie bekommen, als sie sie in der eigenen Jugend gehabt hätte. Das Sakrament bestärkt ihren erwachsenen, bewussten Glauben – wenn das kein Grund zur Freude ist.
Text: Bischöfliche Pressestelle
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