Neue Pastoralreferentin in Ochtrup

, Bistum Münster, Kreisdekanat Steinfurt

„Es geschieht so viel Gutes in der Kirche“, findet Verena Oelerich. Sie möchte daran mitwirken, dies sichtbar zu machen: „Auch, weil ich glaube, dass das Gute richtig und wichtig für unsere Gesellschaft insgesamt ist.“ Seit Anfang August verstärkt die 30-Jährige als Pastoralreferentin das Seelsorgeteam der Ochtruper Pfarrei St. Lambertus. Zusammen mit 15 weiteren Pastoralreferentinnen und -referenten wird sie am 27. September von Bischof Dr. Heiner Wilmer im münsterschen St.-Paulus-Dom offiziell für ihren Dienst beauftragt.

Verena Oelerich

© Bistum Münster

Auf einem Bauernhof in Schöppingen aufgewachsen, gehörte die Kirche wie selbstverständlich zu ihrem Leben auf dem Land dazu. „Alles war freiwillig, meine Eltern haben mich nie gezwungen“, betont Verena Oelerich und ist ihren Eltern dankbar dafür. Vielleicht ist genau deshalb ihr Interesse an Gott und Glauben immer geblieben – mal mehr, mal weniger intensiv.

Im Anschluss an das Abitur studierte sie Deutsch und Religion auf Lehramt in Münster. Nach dem Bachelor war sie gedanklich jedoch noch nicht fertig: „Ich wollte mich nicht so auf einen Job, also aufs Lehrersein, festlegen.“ Sie kam ins Grübeln: „Ich habe gemerkt, dass die Kirche eine größere Rolle für mich spielt, als ich gedacht hatte. Die Emotionen, die einige Themen bei mir auslösen, waren für mich der Hinweis, dass ich daran hänge.“ Doch nur zu kritisieren, was schiefläuft, sei für sie keine Option gewesen: Mitgestalten statt meckern – das gefällt ihr besser.

Kurzerhand beschloss Verena Oelerich, weiter zur Uni zu gehen mit dem Ziel, Pastoralreferentin zu werden. Neben dem Theologie-Studium jobbte sie halbtags als Betreuungsassistentin für Menschen mit Beeinträchtigung im Stift Tilbeck und später als Integrationskraft an einer Schule. „So konnte ich Theorie und Praxis verbinden.“

Zu Beginn ihrer Ausbildung als Pastoralreferentin packte die Münsterländerin bewusst ihre sieben Sachen in Kisten und zog ins Ruhrgebiet: „Ich hatte einfach total Lust auf einen Tapeten- und Perspektivwechsel.“ In Recklinghausen und danach in Waltrop war sie sehr gerne, wie Verena Oelerich betont: „Das war auf jeden Fall eine Mega-Erfahrung.“

Für die erste Stelle wollte sie dann aber zurück in die Nähe ihrer Familie: „Es ist schön, wieder näher dran zu sein und sich regelmäßig treffen zu können.“ Mit ihrem Freund und dem Onkel möchte sie ein Zweiparteien-Haus in Nienborg umbauen. 

Die ersten Tage in St. Lambertus hat Verena Oelerich hinter sich: „Es ist toll, mit welch einer Offenheit ich hier aufgenommen werde.“ Wo die Schwerpunkte ihrer Arbeit sein werden, wird beim kommenden Teamtag abgestimmt. Fest steht, dass die Pastoralreferentin Predigt- und Beerdigungsdienste übernehmen wird: „Alle weiteren Aufgaben werden noch verteilt.“

Um nach der Arbeit den Kopf freizubekommen, zieht die 30-Jährige am liebsten die Joggingschuhe an und läuft eine Runde durch die Natur: „Da ist man hier auf dem Land ja ruckzuck.“

Gudrun Niewöhner