
Mit einem spektakulären Drohnenfoto aller 1200 Schülerinnen und Schüler fand der Festtag zum 60-jährigen Bestehen der Fürstenbergschule in Recke sein Ende.
© FürstenbergschuleBereits am Morgen verließen 24 altersgemischte Wandergruppen die Schule und begaben sich auf zwölf unterschiedliche Routen durch Recke und die umliegende Natur. Unterwegs trafen sich jeweils zwei Gruppen an einem gemeinsamen Picknickplatz, gestalteten dort Buchstaben mit selbst entworfenen Fürstenberg-Figuren und nahmen sich Zeit für Impulse zum Thema Gemeinschaft. Die Wanderungen standen bewusst symbolisch für das Jubiläum: Unterschiedliche Wege führten am Ende wieder zusammen – genau wie die beiden Schulformen der Fürstenbergschule. Schon in der Vorbereitung wurde die besondere Gastfreundschaft in Recke spürbar.
Im Anschluss versammelten sich alle Schülerinnen und Schüler im Fürstenberg-Stadion zu einem Gottesdienst. Im Mittelpunkt stand dabei der Gedanke, dass jeder Mensch einzigartig ist und seine eigenen Begabungen in die Gemeinschaft einbringt. Die Geschichte von der kleinen Schraube, die erkennt, wie wichtig auch der kleinste Beitrag für das Ganze ist, sowie der Abschnitt aus dem ersten Korintherbrief „Ein Leib – viele Glieder“ griffen dieses Thema eindrucksvoll auf. Das Motto des Gottesdienstes lautete passend: „Verschiedene Wege, ein Ziel – Zukunft gemeinsam gestalten.“
Den emotionalen Höhepunkt bildete das anschließende Drohnenfoto. Alle Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer stellten sich auf dem Kunstrasenplatz zu zwölf farbigen Figuren auf, die gemeinsam das Logo der Fürstenbergschule bildeten. Die zwölf unterschiedlich gestalteten Männchen symbolisieren die Vielfalt der Schulgemeinschaft und verdeutlichen zugleich, dass aus vielen einzelnen Persönlichkeiten ein starkes Ganzes entsteht. Begleitet von der Medienwerkstatt entstand so ein außergewöhnliches Erinnerungsbild an das Jubiläum.
Dass dieses Jubiläum bewusst gemeinsam gefeiert wurde, war den beiden Schulleitern besonders wichtig. Für Heinz-Dieter Meyer, Schulleiter der Realschule, ergibt sich dies nicht nur aus dem gemeinsamen Gründungsdatum, sondern auch aus der gemeinsamen Trägerschaft durch das Bistum Münster. „Diese verbindende gemeinsame Basis soll gerade bei wichtigen Anlässen, wie es ein Schuljubiläum ist, zum Ausdruck kommen“, betont er. Gemeinschaft werde im Alltag außerdem durch zahlreiche gemeinsame Projekte gelebt – etwa durch das Tansania-Projekt, die Weihnachtsbasare oder Sponsorenläufe. Ebenso selbstverständlich seien der enge Austausch der Lehrkräfte und die Übergänge vieler Realschüler in die gymnasiale Oberstufe. „Man kennt sich eben“, fasst Meyer die besondere Atmosphäre an der Fürstenbergschule zusammen.
Auch Gymnasialschulleiter Christoph Heeke sieht in der gemeinsamen Feier ein starkes Zeichen: „Gymnasium und Realschule sind zwei eigenständige Schulformen, die auf einem gemeinsamen Fundament stehen.“ Gerade ein Jubiläum mache sichtbar, dass Vielfalt und Gemeinschaft an der Fürstenbergschule kein Widerspruch seien, sondern sich gegenseitig bereicherten. Beide Schulen verbinde ein gemeinsames Werteverständnis und die Verantwortung für die Schülerinnen und Schüler. Heeke betont, dass beide Schulformen ihre jeweiligen Stärken und Profile einbringen und dadurch die Vielfalt der Fürstenbergschule gestalten.
Johannes Leigers
