Warum und wie Klimaschutz auch Arbeitsschutz ist

, Bistum Münster, Stadtdekanat Münster

In der gesellschaftlichen Debatte ist der Klimaschutz in den Hintergrund gerückt. Der Empfang des Diözesanadministrators des Bistums Münster für die Vertretungen der Arbeitnehmerinnen und -nehmer hat da am 21. Mai ein anderes Zeichen gesetzt. Unter dem Titel „Zwischen Hitzewellen und Schneesturm – Klimaschutz ist Arbeitsschutz“ fand er mit rund 100 Teilnehmenden in der Akademie Franz Hitze Haus in Münster statt.

Empfang des Diözesanadministrators des Bistums Münster für die Vertretungen der Arbeitnehmerinnen und -nehmer: (von links) Christian Müller, Simone Elsweier, Björn Wißuwa, Anna Christina Steinfort, Antonius Hamers und Volker Nicolai-Koß vom DGB Münsterland.

Sie diskutierten beim Empfang des Diözesanadministrators des Bistums Münster für die Vertretungen der Arbeitnehmerinnen und -nehmer: (von links) Christian Müller, Simone Elsweier, Björn Wißuwa, Anna Christina Steinfort, Antonius Hamers und Volker Nicolai-Koß vom DGB Münsterland.

© Anke Lucht/Bischöfliche Pressestelle

Eingeladen hatten neben Diözesanadministrator Dr. Antonius Hamers der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Region Münsterland, der Kreisverband Münster des Deutschen Beamtenbundes, die Diözesane Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen (DiAG-MAV) im Bistum Münster und das Institut für Christliche Sozialwissenschaften der Universität Münster. In seiner Begrüßung stellte Hamers Anna-Christina Steinfort vor, Bereichsleiterin „Wohlfahrtspflege, Innovation und Politik“ beim Deutschen Caritasverband in Freiburg. Sie gestaltete anschließend einen Impuls zum Oberthema. 

Zuvor betonte der Diözesanadministrator, die Veranstaltung solle die „Arbeit in den Mitarbeitervertretungen und Gewerkschaften würdigen und wertschätzen.“ Sie sei wertvoll „nicht nur für Ihre Betriebe und Einrichtungen, sondern für die ganze Gesellschaft.“ Zum Tagesthema merkte Hamers unter Bezug auf die Enzyklika „Laudato si‘“ von Papst Franziskus an, dass Umwelt- und soziale Fragen untrennbar verbunden seien. „Ökologie, soziale Aspekte und Ökonomie gehören zur Nachhaltigkeit“, sagte er und skizzierte den Beitrag, den Bischöfliches Generalvikariat und der Diözesancaritasverband im Bistum Münster dazu leisten. 

In ihrem Impuls stellte Anna-Christina Steinfort Klimasozialpolitik, Klimaneutralität, internationale Zusammenarbeit und Klimafolgenanpassung als Handlungsfelder der Caritas beim Klimaschutz vor. Sie erläuterte die damit verbundenen Maßnahmen und Angebote. Dazu zählen beispielsweise der Stromsparcheck, den die Referentin als „Leuchtturmprojekt“ bezeichnete, und das Projekt „Networks4conservation“ in Brasilien. Letzteres verbindet den Erhalt von Wäldern mit der Stärkung lokaler Gemeinschaften. 

Die anschließende Podiumsdiskussion unter Moderation von Dr. Christian Müller von der Akademie Franz Hitze Haus fand erstmals als Fishbowl statt. Bei diesem Format diskutieren Menschen aus dem Publikum für eine begrenzte Zeit auf dem Podium mit. Als feste Teilnehmende saßen dort neben Steinfort Heilerziehungspflegerin Simone Elsweier, Vorsitzende der DiAG-MAV im Bistum Münster, und Björn Wißuwa, Leiter der Region Westfalen in der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt. In ihrer lebhaften Diskussion untereinander und mit dem Publikum bildete sich die Vielfalt des Tagesthemas deutlich ab.

Anke Lucht