WDR 5 überträgt Gottesdienst aus St. Lamberti in Coesfeld

Am Sonntag, 1. Mai, um 10 Uhr überträgt der WDR 5 den katholischen Gottesdienst aus der Coesfelder St.-Lamberti-Kirche.

Der Rundfunksender NDR Info ist ebenfalls angeschlossen. Die heilige Messe ist nicht nur im Radio zu hören, sondern auch im Internet unter www.wdr5.de.

Dank der Übertragungen im Radio können auch kranke oder pflegebedürftige Menschen, die sich nicht selbst auf den Weg machen können, Gottesdienste mitfeiern. Geleitet wird der Gottesdienst von Pfarrdechant Johannes Arntz. Die musikalische Leitung hat Kantor Maximilian Kramer. Es singt die Schola Camerata Madrigale.

Es ist der erste Rundfunkgottesdienst, den Arntz leitet. "Es ist spannend zu wissen, dass mehr als 100.000 Menschen uns zuhören werden. Das ist ein Ereignis für die Gemeinde", sagt er. Zudem bestehe im Anschluss die Möglichkeit, in der Gemeinde anzurufen. Insgesamt sei die Planung sehr aufwändig, denn für eine Hörfunkübertragung werde alles minutiös geplant. "Außerdem dürfen im Radio keine Pausen entstehen. Es muss immer alles sofort weitergehen", hat er erfahren. Der Vorabendgottesdienst wird deshalb ausnahmsweise nicht in der St.-Jakobi-Kirche, sondern in St. Lamberti gefeiert. "Er ist sozusagen die Generalprobe für den Sonntag", informiert Arntz.

Im Mittelpunkt des Sonntagsevangeliums steht die Abschiedsrede Jesu, sein Vermächtnis an seine Jünger. In seiner Predigt greift Arntz das Thema auf. Kinofilme kämen nicht ohne Inszenierungen letzter großer Worte aus. Vielleicht nicht so dramatisch oder romantisch gehe es im realen Leben beim Abschied zu. "Doch letzte Worte brennen sich ein, ob auf dem Bahngleis oder am Sterbebett. Wenn ein aus dem Leben scheidender Mensch sie nicht mehr sprechen kann, fehlen sie. Die Hinterbliebenen sind unendlich traurig. Das habe ich in Trauergesprächen oft erfahren", berichtet der Seelsorger. Aber mit dem Abschied eröffne sich auch etwas Neues. Jesus verheißt im Johannesevangelium die Kraft des Heiligen Geistes. "Er hält lebendig, was Jesus nicht nur seinen Jüngern, sondern allen Menschen zugesprochen und verheißen hat. Zu dieser Verheißung gehört der Friede", betont der 53-Jährige.

Wie diese neue Welt aussehen kann, davon berichtet die zweite Lesung aus der Offenbarung des Johannes. Er beschreibt die himmlische und prächtige Stadt Jerusalem, glänzend wie ein kostbarer Edelstein und erleuchtet von der Herrlichkeit Gottes.

St. Lamberti in der Coesfelder Innenstadt ist nicht nur Pfarrkirche, sondern auch eine Wallfahrtskirche. Viele Einzelpilger kommen in das Gotteshaus, um vor dem Coesfelder Kreuz zu beten. Es wurde für Splitter des "echten" Kreuzes Jesu, die die Gemeinde nach ältester Überlieferung des heiligen Liudger um 800 als Geschenk erhalten hatte, als Reliquiar geschaffen. Das Coesfelder Kreuz stammt aus dem Beginn des 14. Jahrhunderts und ist das größte Gabelkreuz in Deutschland.

Bildunterzeile: Aus der St.-Lamberti-Kirche in Coesfeld überträgt der WDR 5 am Sonntag, 1. Mai, den katholischen Gottesdienst.

Text: Bischöfliche Pressestelle / 26.04.16
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Fotos: Michaela Kiepe /Bistum Münster