Weihbischof Christoph Hegge besucht Häuser der Offenen Jugendarbeit
"Soll ich wirklich?" Zweifelnd schaut Latino alias Pierre Santos Carvahlo in das Gesicht von Weihbischof Dr. Christoph Hegge. "Aber klar", lacht der Regionalbischof für die Region Borken-Steinfurt ihm aufmunternd zu. "Trau Dich, lass uns den Song hören". Dann rappt Latino mit seiner Band auch schon los. Weihbischof Hegge ist mit den jungen Musikern von "Latino und Herr Tripple" im Keller des Jugendcafés "Freiraum" in Ochtrup zusammen und schafft das, was ihm an diesem Donnerstag, am 2. Mai 2013 schon mehrfach gelungen ist: Er erreicht ganz unmittelbar die Menschen, die ihm begegnen.
Gemeinsam mit Franz Josef Reuver, Vorstand der Diözesan-Arbeitsgemeinschaft der katholischen Offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen im Bistum Münster (DAG-OT), Erhard Fischer von der Abteilung Kinder- und Jugendseelsorge im Bischöflichen Generalvikariat und weiteren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern in der Kinder- und Jugendarbeit aus dem Kreisdekanat Steinfurt besucht der Weihbischof an diesem Nachmittag mehrere kirchliche Einrichtungen der Offenen Türen (KOT) zwischen Steinfurt-Borghorst und Ochtrup.
Die "Visitation" beginnt im OT-Heim St. Nikomedes in Steinfurt-Borghorst, wo schon eine quirlige Kinderschar darauf wartet, mit Weihbischof Hegge das neue Klettergerüst im Garten der Einrichtung einzuweihen – mit viel Weihwasser natürlich. Das Borghorster OT-Heim setzt auf Kooperationen mit allen Schulformen in den verschiedenen Bereichen. Weiter geht’s nach Burgsteinfurt: Im Kindertreff "Kiste" stellen die Leiterin Antonietta Kern und ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter das Konzept der Offenen Einrichtung für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren vor. "Wir arbeiten freizeitorientiert und schaffen einen Raum, in dem sich die Kinder entfalten können und mit- und voneinander lernen", erklärt sie, während Weihbischof Hegge sich von einigen Kindern in die Geheimnisse eines Telespiels einweihen lässt. Letztes Ziel an diesem Nachmittag ist Ochtrup. Dort rappt Latino gemeinsam mit "Herrn Tripple" (David Velten) und Sebastian Thomas, ehrenamtlicher Musikproduzent im "Freiraum" von St. Lamberti in Ochtrup. Die Musiker werden sicher die intensiven Minuten mit Weihbischof Hegge so schnell nicht vergessen. Genau so wenig wie die "Freiraum"-Band "Head hold", die "live on stage" der Besuchergruppe ihre selbst getexteten und vertonten Stücke vorspielt.
Die Busfahrt zwischen den einzelnen Stationen nutzt die Gruppe, um sich mit Weihbischof Hegge auszutauschen über die Bedeutung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit vor dem Hintergrund der sich verändernden gesellschaftlichen Strukturen, über die Herausforderungen an die Pfarrgemeinden, die Kommunen und an das Bistum. Ihr Anliegen: nachhaltig gute Rahmenbedingungen für die Einrichtungen zu schaffen. "Kinder und Jugendliche brauchen einen Ort der Geborgenheit, zu dem sie hinkommen können, so wie sie sind. Sie brauchen einen Ort, an dem sie emotionale Beziehungen aufbauen können. Wichtig sind die Räume in den Einrichtungen, aber mehr noch die Menschen", bilanziert Weihbischof Hegge.
Text/Foto: Bischöfliche Pressestelle
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