Weihbischof Dr. Christoph Hegge besucht Conditorei Coppenrath

Der cremige Käsekuchen schmeckt besonders köstlich. Da sind sich die Gäste schnell einig. Aber auch die Erdbeer-Frischkäsetorte trifft den Geschmack am Tisch. Reichhaltig war die Tafel im kleinen Konferenzraum gedeckt, als Weihbischof Dr. Christoph Hegge am 21. Juni in der Conditorei Coppenrath & Wiese in Mettingen vorbeischaute.

Natürlich kam der Besuch aus Münster nicht zum Kaffeeklatsch. Im Rahmen seiner Visitation auf Dekanatsebene wollte sich Hegge vor Ort über das Unternehmen informieren. Personalleiterin Carolin Berg-Hagemeyer und Personalreferentin Anneka Zurmühlen tauschten sich mit dem Weihbischof, der in Begleitung von Dechant Jürgen Heukamp und Mettingens Pfarrer Timo Holtmann erschienen war, zwei Stunden lang aus.

Zu Beginn nahmen die beiden Coppenrath-&-Wiese-Mitarbeiterinnen den Besuch mit auf eine kurze Zeitreise und erläuterten die Historie des früheren Familienunternehmens, das 2015 an die Oetker-Gruppe verkauft worden ist. 1974 mit einer Idee angefangen, hat die Großkonditorei heute in Mettingen, dem einzigen Produktionsstandort in Deutschland, 2130 Mitarbeitende plus 280 in Atter bei Osnabrück. Und es werden mehr. Bis zum Ende des Jahres soll die Zahl um weitere 260 steigen.

Die Geschäftsführung lege Wert auf ein gutes Betriebsklima, betonte Personalchefin Carolin Berg-Hagemeyer. Dazu gehöre, die Belegschaft bei Entwicklungen und Entscheidungen einzubinden und den Mitarbeitenden Verantwortung zu übertragen. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei ein wichtiges Thema. Dabei gehe es bei Coppenrath & Wiese nicht alleine um die Betreuung von Kindern in Notfällen oder während der Ferien: "Auch die Pflege von Angehörigen wird uns immer stärker betreffen." Unter anderem mit flexiblen Arbeitszeiten im Angestelltenbereich will man sich in Mettingen der gesellschaftlichen Verantwortung stellen. Der Weihbischof lobte das unternehmerische Engagement. Er unterstrich in diesem Zusammenhang die Position der Kirchen, die eine positive Grundeinstellung von Firmen gegenüber Familien fordern, von der am Ende auch die Betriebe profitieren: "Zufriedene Mitarbeitenden bleiben den Unternehmen langfristig erhalten."

Eine strategische Herausforderung werde der Brexit. 75 Prozent ihres Auslandsumsatzes (25 Prozent des Gesamtumsatzes) machen die Mettinger zurzeit in Großbritannien: "Erste Maßnahmen zur Risikominimierung wurden bereits getroffen, aber dennoch sind wir sehr gespannt, wie es weitergehen wird", sagte die Personalleiterin.

Beeindruckt zeigte sich Hegge von den Produktionszahlen. Bis zu 260.000 Sahnetorten und drei Millionen Brötchen werden neben anderen Backwaren täglich in Mettingen hergestellt. 100 neue Produkte bringt Coppenrath & Wiese pro Jahr auf den Markt. "Wir sind innovativ und hochmodern – und arbeiten gleichzeitig handwerklich liebevoll", beschrieb die Personalleiterin die Philosophie der Herstellungsprozesse. Ein Beispiel: Bis heute werden die Schwarzwälder Kirschtorten von Hand mit Kirschen belegt.

Bildunterschrift: Weihbischof Dr. Christoph Hegge besuchte mit Dechant Jürgen Heukamp (2. Von links) und Pfarrer Timo Holtmann (links) die Conditorei Coppenrath & Wiese in Mettingen. Personalleiterin Carolin Berg-Hagemeyer und Anneka Zurmühlen erläuterten den Gästen das Unternehmen.

Text: Bischöfliche Pressestelle / 23.06.17
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