Weihbischof Geerlings tauschte sich mit Katecheten aus

"Jugendliche entscheiden sich bei der Firmung bewusst für ihren Glauben", betonte der münstersche Weihbischof Dieter Geerlings. Der Regionalbischof begegnete am Samstag (27. April 2013) Aktiven aus den Dekanaten Lüdinghausen und Lünen-Werne, die sich in der Firmlingsvorbereitung engagieren. Das Treffen fand in der Lüner Kirchengemeinde St. Norbert statt.

Firmlingskatechese sei im Kern gleich geblieben, sagte Geerlings, stellte aber fest: "Heute reden wir differenzierter über die Sakramente und den Heiligen Geist." Damit komme vor allem dem Sakrament eine neue Bedeutung zu; dieser gelte es, auch im Firmunterricht gerecht zu werden, erklärte Geerlings.

Aus diesem Grund erstelle das Bistum Münster einen neuen Leitfaden für die Firmkatechese. Um dabei die Erfahrungen und Empfehlungen der Aktiven einzubeziehen, laden die Weihbischöfe der Diözese bistumsweit seit 2012 zu Begegnungsforen wie jetzt dem in Lünen mit haupt- und ehrenamtlichen Firmkatecheten ein.

"Mein Hauptziel als Pastoralreferentin ist es, Jugendlichen zu helfen, Gott in sich zu entdecken", hob Alice Zaun aus Seppenrade hervor. Die Kraft Gottes wirke "in jedem von uns", äußerte sie ihre Überzeugung: "Wenn Jugendliche sich während der Firmvorbereitung selbst entdecken, entdecken sie auch Gott." Diesbezüglich herrschte große Einigkeit in der Gesprächsgruppe: Man müsse "aber nicht ständig nur von Gott und vom Heiligen Geist predigen". Vielmehr sollten Firmanden "durch Projekte, Themenwochenenden oder Gottesdienste gute Erfahrungen mit anderen Christen und dem Christ-Sein machen", stellte Christoph Koch aus Ascheberg-Herbern seinen Ansatz vor.

"Bei uns ist das ähnlich", erzählte auch Manfred Hojenski aus Werne. Seine Pfarrei lege den Schwerpunkt auf den Praxisbezug und die Lebenswelten Jugendlicher: "Wenn wir das Thema Leben, Sterben und Tod behandeln, treffen sich unsere Firmanden mit einem Bestatter, zum Thema Gut, Böse und Gerechtigkeit mit einem Gefängniswärter." Außerdem finde er persönlich vor allem mit Hilfe neuester Chart-Hits einen Zugang zu seinen Schützlingen. "Das Lied ‚Paradise‘ von Coldplay spricht im Grunde schon für sich selbst", sagt er. In vielen Liedern stecke eine christliche Botschaft, man müsse sie nur aufzeigen.

Weihbischof Geerlings zeigte sich höchst interessiert an den Ausführungen der Firmkatecheten. "Überall wird in den Gemeinden gute Arbeit geleistet", lobte er. Es hätten sich vielerorts neue Methoden etabliert. Aufgrund der Ergebnisse der Begegnungsforen soll nun bald der neue Leitfaden für die Firmpastoral entstehen, um alte und neue Ansätze zu bündeln.

Text/Foto: Bischöfliche Pressestelle
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