Weihbischof Wilfried Theising eröffnet im Dom Jahr der Barmherzigkeit

Gleich zwei Anlässe haben am 9. Dezember eine Heilige Messe geprägt, die Weihbischof Wilfried Theising im gut besuchten St.-Paulus-Dom Münster gefeiert hat:

das katholische "Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria" und die Eröffnung des von Papst Franziskus ausgerufenen "Jahrs des Barmherzigkeit".

In seiner Predigt ging Theising auf die Verbindung beider Anlässe ein: "Im Jahr der Barmherzigkeit kann uns die Gottesmutter eine besondere Begleiterin sein. Sie kann uns zeigen, wie ein bedingungsloses Ja zu Gott geht. Wenn wir auf sie schauen, werden wir das Leben in Fülle finden."

Maria sei ein Mensch ohne Sünde gewesen. Im Gegensatz zu als Adam und Eva im Paradies, erklärte der Weihbischof unter Bezug auf die Lesungen des Tages, habe Gott nicht nach ihr suchen müssen. In Maria werde "eine Verheißung dessen sichtbar, was auf Erden noch nicht möglich ist, worauf wir aber hoffen und was wir aber einmal haben werden, nämlich ein Leben bei Gott ohne Sünde und in Frieden."

Im Jahr der Barmherzigkeit lade der Papst dazu ein, durch "Pforten der Barmherzigkeit" zu schreiten, von denen es auch im Bistum Münster vier gebe, eine davon am St.-Paulus-Dom. Solche Symbole seien wertvoll, um den Glauben besser zu verstehen. Wenn man durch eine Pforte gehe, eröffne sich ein neuer Raum, man sehe Neues. "Für Christen geht es vor allem darum, in den Raum Gottes zu treten, uns ihm nicht zu entziehen, unser Leben neu in den Blick zu nehmen und in Beziehung zu Gott zu setzen", erläuterte Theising.

Wer sich in Gottes Nähe begebe, werde verwandelt, sei beim Zurückgehen nicht mehr so wie zuvor. "Gott wandelt uns, indem er uns die Barmherzigkeit zeigt, die auch wir leben sollen", sagte der Weihbischof. In diesem Sinne sollten Christen sich durch das Jahr der Barmherzigkeit neu auf Gott ausrichten. "Durch den barmherzigen Umgang mit anderen sollen wir in die Welt hinein wirken und etwas von der Liebe Gottes ausstrahlen", erklärte Theising.

Ausdrücklich lud er die Gottesdienstbesucher ein, "die Möglichkeit wahrzunehmen, durch die Pforte der Barmherzigkeit zu gehen, uns von Gott anschauen und ansprechen zu lassen, damit wir wie Maria sagen können: Mir geschehe, wie du willst, mein Leben kann sich am besten vollziehen, wenn dein Wille geschieht."

Informationen zum "Jahr der Barmherzigkeit" im Bistum Münster gibt es im Internet unter www.bistum-muenster.de/barmherzigkeit.

Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de