Weihbischof Zekorn besucht Mitarbeiter der Telefonseelsorge Münster

Einen besonderen Gast konnten die Mitarbeiter der Telefonseelsorge Münster am 2. November in ihren Räumen begrüßen.

Weihbischof Dr. Stefan Zekorn nahm sich am bundesweiten Aktionstag der Telefonseelsorge unter dem Motto ‚Leitung an die Leitung‘ Zeit, mit Haupt- und Ehrenamtlichen der Telefonseelsorge Münster über ihre Arbeit am Telefon ins Gespräch zu kommen. Der Aktionstag bildete den Auftakt zum Jubiläumsjahr der Telefonseelsorge in Deutschland anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens.

Weihbischof Zekorn zeigte sich besonders interessiert an dem Alltag der Anrufer. Schon die Zahl der Kontakte zu Anrufern oder E-Mail-Schreibern sei beeindruckend, sagte er. So hat es in der Telefonseelsorge Münster im Jahr 2014 rund 24.000 telefonische und schriftliche Kontakte gegeben. Insgesamt 84 Ehrenamtliche sind dafür rund um die Uhr am Telefon und neun Ehrenamtliche in der Mailbereitung präsent. In den Gesprächen thematisierten die Anrufer vor allem ihre tiefe Vereinsamung, ihre Trauer über den Verlust von Angehörigen, aber auch Ärger oder Wut über einzelne, kritische Lebensphasen, erzählte Hermann Backhaus, Priester und geistlicher Begleiter der Telefonseelsorge Münster. "Hier kommen Menschen in schwierigen Situationen mit Kirche in Kontakt, hier ist Kirche ganz nah an den Menschen mit ihren Sorgen", sagte er.

Im weiteren Gespräch standen dann die Ehrenamtlichen im Mittelpunkt. Barbara Langheim und Johannes Kaiser, Sprecherin und Sprecher der Ehrenamtlichen, stellten Weihbischof Zekorn die Aufgaben ihres Ehrenamts vor. Sie gewährten Einblicke in die Ausbildung für die Seelsorge am Telefon und für die Mailberatung, in Weiter- und Fortbildungsgruppen sowie in ihr Engagement in der Gremienarbeit. Es gebe sowohl helle als auch dunkle Seiten in ihrem Ehrenamt: So habe man die Dankbarkeit der Anrufer für Zeit und Zuhören auf der einen Seite und die missbräuchlichen Anrufer auf der anderen Seite.

Weihbischof Zekorn sprach den Ehrenamtlichen am Ende eine hohe Anerkennung aus und dankte ihnen für ihren Einsatz. Insbesondere zeigte er sich von der Vielfalt der Anliegen der Anrufer und Mailenden beeindruckt, denen die Ehrenamtlichen gerecht werden müssten. Dies könne er besonders vor dem Hintergrund seiner früheren Tätigkeit als Spiritual und Seelsorger anerkennen.

"Wir freuen uns sehr über die Wertschätzung der Arbeit unserer Ehrenamtlichen durch den Weihbischof", sagte Rita Hülskemper, Leiterin der Telefonseelsorge Münster. "Und wir hoffen, dass wir dadurch auch weiter für dieses Engagement werben können." Einigkeit herrschte bei allen Beteiligten darüber, zukünftig die Erfahrungen und spezifischen Kenntnisse der Telefonseelsorge in der pastoralen Weiterentwicklung des Bistums stärker zu berücksichtigen. Sowohl in der Ausbildung und Arbeit mit Ehrenamtlichen als auch in Bezug auf die spezifischen Kenntnisse über Themen, die Menschen in Not umtreiben, könne die Telefonseelsorge auf langjährige Erfahrung zurückblicken.

Text: Bischöfliche Pressestelle
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