Weltmissionsmonat: Filmgespräch mit Ordensfrau aus Madagaskar

, Stadtdekanat Münster

Wie erlebt man Madagaskar aus erster Hand? Beim Filmabend im Cinema Münster gibt es dazu nicht nur Bilder auf der Leinwand, sondern auch die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch: Am Dienstag, 29. September, ist Schwester Claudine Aimée Rasolohery zu Gast. Die aus Madagaskar stammende Ordensfrau berichtet im Rahmen des Weltmissionsmonats über ihr Heimatland. Zuvor zeigt das Cinema um 18 Uhr den Spielfilm „Disco Afrika: une histoire malgache“, der die Geschichte des 20-jährigen Kwame erzählt und dabei Korruption, die Folgen des Kolonialismus und die Suche nach einer besseren Zukunft thematisiert.
 

Für den Filmabend kooperiert die missio-Diözesanstelle im Bistum Münster mit dem Cinema Münster. Die Veranstaltung ist zugleich ein Auftakt zum Weltmissionsmonat, der traditionell im Oktober stattfindet. Der Monat der Weltmission ist die größte Solidaritätsaktion der Katholikinnen und Katholiken weltweit. Im Mittelpunkt steht 2026 das Beispielland Madagaskar.

„Disco Afrika“ begleitet Kwame, der seinen Lebensunterhalt in den illegalen Saphirminen verdient. Ein unerwartetes Ereignis führt ihn zurück in seine Heimatstadt, wo er seine Mutter und alte Freunde wiedertrifft. Gleichzeitig wird er mit der Korruption in seinem Land konfrontiert. Kwame muss sich entscheiden: zwischen schnellem Geld und Loyalität, zwischen individuellen Interessen und politischem Erwachen.

Dabei erzählt der Film nicht nur eine persönliche Geschichte. Er thematisiert auch die Folgen des Kolonialismus, die Geschichte des Widerstands und die politische und gesellschaftliche Situation Madagaskars. Kwames Suche nach einem Weg in eine bessere Zukunft gibt dem Film zugleich eine persönliche Perspektive.

Im Anschluss an die Vorführung besteht Gelegenheit, mit Schwester Claudine Aimée Rasolohery ins Gespräch zu kommen und mehr über ihr Heimatland und die Lebenssituation der Menschen dort zu erfahren.
Karten sind online auf www.cineplex.de/muenster erhältlich oder vor Ort an der Abendkasse.

Ann-Christin Ladermann

 

Foto: missio / Hartmut Schwarzbach