Wer in die Beratung kommt, erhält beispielsweise Unterstützung im Umgang mit Behörden, erfährt, worin die eigenen Rechte bestehen und bekommt manchmal auch ganz praktisch finanzielle Hilfe – beispielsweise für eine Babyerstausstattung. „Es kommt vor, dass Arbeitsverhältnisse enden, dass Frauen Aufhebungsverträge unterschreiben, um aus der prekären Situation herauszukommen“, sagt Große Stetzkamp. In solchen Fällen könne eine Beratung helfen.
In der Schwangerschaftsberatung spielt auch die Pränataldiagnostik eine wachsende Rolle. Das Angebot der Caritas berät beispielsweise auch vor der Durchführung eines Pränataltests. Nach einem auffälligen Befund bieten die katholischen Schwangerschaftsberatungsstellen Unterstützung. In jedem Fall beraten speziell qualifizierte Pränataldiagnostik‑Berater und ‑Beraterinnen, die eng mit Kliniken sowie Ärztinnen und Ärzten zusammenarbeiten.
Die Schwangerschaftsberatung der Caritas bietet einen Ort, an dem Menschen erst einmal ankommen können – auch wenn die Probleme riesig erscheinen. „Schutz des ungeborenen Lebens muss auf jeden Fall erst mal ohne moralischen Druck passieren“, sagt Birgit Große Stetzkamp. „Ich kann Frauen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger begegnen.“ Es gehe auch darum, das Zutrauen in die eigene Kraft zu stärken und Alternativen sichtbar zu machen.
Die komplette Podcast-Folge mit Birgit Große Stetzkamp sowie weitere Folgen von „kannste glauben“ gibt es im Internet auf www.kannste-glauben.de, bei Spotify, Apple Podcasts, Deezer, YouTube und überall, wo es Podcasts gibt.
