Wieschhörster leitet Canisiusschule

, Kreisdekanat Borken

Veränderungen, die notwendig sind, mitzugestalten, dafür Verantwortung zu übernehmen, das möchte Benedikt Wieschhörster. Und deshalb hat sich der 55-Jährige beworben, als die bischöfliche Canisiusschule in Ahaus eine neue Leitung gesucht hat. Am 10. August, also mitten in den Sommerferien, hat der Lehrer für Mathematik, Physik und Informatik seine Stelle dort angetreten – und nach gerade mal acht Wochen im Schulbetrieb, ist er auch schon mittendrin im alltäglichen Trubel. Für den sorgen die 700 Kinder und Jugendlichen, die das Gymnasium in Trägerschaft des Bistums Münster besuchen, und auch das 55-köpfige Lehrerkollegium. 

Benedikt Wieschhörster ist seit Mitte August neuer Leiter der bischöflichen Canisiusschule in Ahaus.

© Bistum Münster

Vor seinem Wechsel nach Ahaus war Wieschhörster elf Jahre lang stellvertretender Schulleiter am St.-Ursula-Gymnasium in Dorsten. Begonnen hat er seine Lehrerlaufbahn am Kardinal-von-Galen-Gymnasium in Hiltrup.

Dass er mal an bischöflichen beziehungsweise kirchlichen Schulen unterrichten würde, war „ein guter Zufall“, wie Wieschhörster heute sagt. Katholisch sozialisiert in Buldern, einem Ortsteil von Dülmen, aufgewachsen, hatte er während des Studiums in Münster eher losen Kontakt zur Kirche. „Mit meiner ersten Stelle am KvG-Gymnasium hat sich das geändert“, erinnert sich der 55-Jährige. Er habe sich wieder intensiver mit den Themen, Fragen und der Kritik beschäftigt. „Und ich habe in Hiltrup erlebt, welche Werte an einer katholischen Schule gelebt werden. Das hat Wieschhörster gefallen – und „nie wieder losgelassen“. Übrigens auch privat nicht. Seit 2009 schon ist er im Kirchenvorstand der Pfarrei St. Pankratius. Hier sowie bei seinem früheren ehrenamtlichen Trainerjob bei der DJK Buldern gilt: „Wenn man Verantwortung übernimmt, kann man gestalten.“

Auf die freie Schulleitungsstelle in Ahaus wurde er durch persönliche Kontakte aufmerksam. Mit den Erfahrungen aus seinen vorherigen Aufgaben war sich Benedikt Wieschhörster sicher: „Das traue ich mir zu.“

Bereits vor Wieschhörsters Start hat die Schulgemeinschaft in Ahaus mit ersten Veränderungen angefangen. Weniger Frontalunterricht, mehr Freiraum für die Schülerinnen und Schüler, das eigene Lernen zu gestalten. Diesen Weg möchte der neue Schulleiter gerne weitergehen – im Blick dabei selbstverständlich immer die Unterrichtsqualität.

Viele Dinge gefallen ihm an seiner neuen Schule, betont Wieschhörster mit einem Lächeln. Beispielsweise der Titel Europaschule, der sich durch eine große Offenheit anderen Nationen gegenüber zeigt. Abseits des Unterrichts gibt es auch das jährliche Musical, das an mindestens drei Abenden die Stadthalle in Ahaus komplett füllt. „Absolut beeindruckend und super-professionell“, viel mehr fällt dem Schulleiter dazu nicht ein. Und auch der immer wiederkehrende Basar für den guten Zweck zu Beginn der Adventszeit hat eine riesige Fan-Gemeinde.

Diese kennenzulernen, auch darauf freut sich Benedikt Wieschhörster und ist gespannt.

Dankbar ist er als Neuling an der Spitze einer Schule für den Austausch und den Zusammenhalt mit seinen Kolleginnen und Kollegen auf Ebene des Bistums Münster: „Das ist schon toll und macht vieles leichter.“

Gudrun Niewöhner