Wir sind lebendige Bausteine der Kirche

Als letzter Höhepunkt des Jubiläumsjahrs zum 150. Bestehen der Marienbasilika in Kevelaer beginnt mit einem Festhochamt am Sonntag (19. Oktober 2014) die Festwoche.

Deren Programm stellten die Verantwortlichen am Dienstag (7. Oktober 2014) vor.

Domkapitular Rolf Lohmann, Rektor der Kevelaerer Wallfahrt und Pfarrer von St. Marien, blickt voller Freude auf die Basilika-Festwoche – und auch zurück auf die bisherigen Aktivitäten. "Schon jetzt kann ich sagen, dass das Jubiläumsjahr ein Erfolg ist", erklärte er, "die vielen Besucher der Gottesdienste und übrigen Veranstaltungen haben nicht nur mich, sondern auch den Festausschuss beflügelt." Die Verantwortlichen gingen nun mit viel Elan in die Festwoche, versicherte Lohmann.

Zum Ende des Jubiläumsjahres soll diese noch einmal deutlich machen, dass nicht nur die Pfarrgemeinde St. Marien, sondern der ganze Wallfahrtsort Kevelaer positiv in die Zukunft blickt. Rolf Lohmann betonte: "Unser Anliegen war es immer, nicht nur die vergangenen 150 Jahre zu feiern, sondern vor allem zu bezeugen, dass wir als Kirche weiter voran gehen, dass wir uns als lebendige Bausteine der Kirche sehen." Wie lebendig diese Kirche sei habe er im Engagement der vielen Helfer im Jubiläumsjahr erfahren können. Der Domkapitular dankte den vielen fleißigen Händen ausdrücklich: "Ohne so viele lebendige Christen in den Festausschüssen und Vereinen hätten wir bisher kein so schönes Jubiläum feiern können. Ich bin dankbar, dass sich so viele Menschen mit ihrem Glauben, mit Herz und Hand, eingebracht haben."

Noch sind aber die Festlichkeiten nicht vorbei. Weihbischof Wilfried Theising wird mit dem Festhochamt am Sonntag (19. Oktober 2014) um 10 Uhr die Basilika-Festwoche eröffnen. Am Abend um 19.30 Uhr gastiert Ulrike Böhmer mit dem Kirchenkabarett "Die Letzte macht das Licht aus" im Petrus-Canisius-Haus am Kapellenplatz.

Im Zeichen der Ökumene steht der Montag (20. Oktober 2014). Gemeinsam werden Bischof Dr. Felix Genn und der Präses der Rheinischen Landeskirche, Manfred Rekowski, um 19.30 Uhr eine Vesper feiern und predigen. Zuvor spricht Weihbischof Theising, Ökumenebeauftragter des Bistums Münster, um 17.30 Uhr gemeinsam mit dem evangelischen Pfarrer im Ruhestand Wilhelm Beckmann über Marienverehrung aus evangelischer Sicht. Das Gespräch findet im Petrus-Canisius-Haus statt.

Am Dienstag (21. Oktober 2014) ab 9 Uhr präsentieren Schülerinnen und Schüler der Hubertus-Grundschule im Forum Pax Christi ihre Projektarbeiten zum Basilikajubiläum. Um 10 Uhr treffen Ordensleute aus dem Bistum zu einer Eucharistiefeier in die Basilika an. Der Pilgertag der Ordensleute endet mit einer gemeinsamen Andacht um 15 Uhr.

Auch in der Basilika-Festwoche wird eine Basilikastunde stattfinden. Am Mittwoch (22. Oktober 2014) um 20 Uhr stehen die liturgischen Geräte im Mittelpunkt. Herbert Cürvers, Gold- und Silberschmiedemeister aus Kevelaer, führt unter dem Titel "VasaSacra" durch die Veranstaltung.

Am darauffolgenden Donnerstag (23. Oktober 2014) widmet sich ein weiterer Fachmann der Marienbasilika. Professor Hubert Feger lädt um 20 Uhr zu seinem Vortrag "Die Kevelaerer Marienbasilika als sakrales Kunstwerk" ein.

Zu einem Kunstwerk anderer Art wird die Basilika am Freitag (24. Oktober 2014). Der Lichtdesigner Hans-Bernd de Graaff setzt den Turm der Basilika mit Beleuchtung ab 20 Uhr in Szene. Ergänzt wird die Lichtinstallation durch Texte des Pfarrers Ulrich Terlinden, der den Bezug des Gebäudes zu geistlichen Quellen herstellt.

An Jugendliche und junge Erwachsene richtet sich die Liturgische Nacht am Samstag (25. Oktober 2014) von 18.30 Uhr bis Mitternacht. Am Sonntag (26. Oktober 2014) ab 17.30 Uhr wird dann, so hofft Domkapitular Rolf Lohmann, die ganze Stadt auf den Beinen sein. Vor dem Großen Marienlob mit anschließendem Festhochamt in der Marienbasilika wird es einen Sternmarsch zur Gnadenkapelle, ausgehend von vier Treffpunkten in der Innenstadt, für alle Kevelaerer geben. Rolf Lohmann ist zuversichtlich: "Wir denken, dass auch dieser letzte Festakt ein Zeugnis für eine lebendige Stadt sein wird."

Text: Bischöfliche Pressestelle
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