Wohlfahrtsverbände pflegen intensiven Austausch im Kreis Steinfurt

Sie heißen "Elfen", "Fee" oder einfach "Familienpaten". Trotz unterschiedlicher Namen ist den Angeboten von Caritas, Diakonie und Deutschem Roten Kreuz (DRK) im Kreis Steinfurt eines gemeinsam: Sie wollen Familien und Alleinerziehende mit kleinen Kindern im Alltag entlasten.

Damit das noch besser gelingt, haben die verschiedenen Träger den Arbeitskreis "Ehrenamtskoordinatoren" gegründet. Mit der Kooperation wollen sie ihr Netzwerk im Sinne von Familien stärken.

Wenn auch die Angebote im Bereich Familienpaten der verschiedenen Träger in einigen Punkten voneinander abweichen, geht es im Wesentlichen doch immer um eines: Ehrenamtliche Frauen und Männer besuchen stundenweise Familien und Alleinerziehende mit kleinen Kindern, um diese in ihrem Alltag zu entlasten. Sie helfen bei der Kinderbetreuung, unterstützen im Haushalt und verschaffen den Eltern so Freiräume im Alltag. Nahezu kreisweit können sich Familien und Alleinerziehende an die genannten Wohlfahrtsverbände wenden und um Unterstützung bitten.

Die Ehrenamtskoordinatoren treffen sich zwei Mal im Jahr zum Austausch. Den Anstoß zur Zusammenarbeit gab Sonja Keller. Die Diplom-Sozialarbeiterin betreut unter dem Dach des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Tecklenburg in Lengerich ehrenamtliche Familienpaten. Sie und ihre Mitstreiterinnen möchten, dass die einzelnen Akteure von den Erfahrungen aus dem Netzwerk profitieren, um so die Qualität ihrer Arbeit mit den ehrenamtlichen Familienpaten und den von ihnen begleiteten Familien verbessern zu können. Ziel der Koordinatoren ist es, einen gemeinsamen Qualitätskatalog zu erarbeiten und sich in Sachen Akquise und Vorbereitung von Ehrenamtlichen sowie deren Begleitung abzustimmen.

In der Regel haben die hauptberuflichen Ehrenamtskoordinatoren nur bestimmte Stundenkontingente für die Arbeit mit Familienpaten zur Verfügung. Diese Zeit gelte es, möglichst effektiv einzusetzen, sagen die Frauen des Arbeitskreises. Eines ist für die Netzwerkpartner unerlässlich: die professionelle Begleitung der ehrenamtlichen Familienpaten durch hauptamtliche Kräfte. "Ehrenamt braucht Hauptamt", betont Beate Liebing vom Caritasverband Rheine. Dabei sei die Unterstützung von Ehrenamtlichen ein durchaus zeitintensives Tätigkeitsfeld. "Sie können nur gute Arbeit in den Familien leisten, wenn sie auch von uns gut betreut werden", sagt Ursula Schwering, Caritasverband Tecklenburger Land.

Interessierte, die sich ehrenamtlich in Familien engagieren möchten, oder Familien, die eine stundenweise Unterstützung durch Familienpaten wünschen, können sich unter anderem melden beim Caritasverband Tecklenburger Land (Ursula Schwering), Telefon 05451/5431718; beim Caritasverband Emsdetten-Greven (Heike Kallinich), Telefon 02572/15739 und beim Caritasverband Rheine (Beate Liebing), Telefon 05971/862393.

Bild: Sie begleiten rund 80 Ehrenamtliche im Kreis Steinfurt, die sich in Familien einsetzen: (v.l.) Beate Liebing, Heike Kallinich, Sonja Keller, Elsbeth Holtkamp-Haarlammert, Elke Gaußelmann und Ursula Schwering.


Text: Bischöfliche Pressestelle / 20.5.16
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de
Foto: Caritas