Würdigungen aus Anlass des Todes von Bischof

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat den am 16. April 2013 verstorbenen früheren Bischof von Münster, Dr. Reinhard Lettmann gewürdigt. In einem Beileidsschreiben an den Bischof von Münster, Bischof Dr. Felix Genn, erinnert sich Erzbischof Zollitsch an den Verstorbenen als einen vorbildlichen Priester und großen Freund des Heiligen Landes.

Wie kaum ein anderer habe Bischof Lettmann die Deutsche Bischofskonferenz geprägt, betont Erzbischof Zollitsch: "Ich erinnere mich lebhaft und dankbar an die vielen Beiträge, geistlichen Impulse und manches klare Wort in schwierigen Debatten unserer Konferenz", schreibt er. Vor allem sei die Deutsche Bischofskonferenz dem Verstorbenen dankbar "für sein Leben im Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils, das er aus nächster Nähe miterlebt hat. Unvergessen ist der Besuch von Papst Johannes Paul II. 1987 im Bistum Münster. So und mit vielen anderen Impulsen ist es Bischof Reinhard Lettmann gelungen, Kirchengeschichte im Bistum Münster zu schreiben." Das Leben und Wirken Bischof Lettmanns habe auf viele Priestergenerationen ausgestrahlt: "Reinhard Lettmann war ein großer Hirte seiner Herde und ein bewundernswerter Seelsorger, dem es immer und vor allem um die Menschen ging. Dabei wollte der Verstorbene als Priester Zeuge des Evangeliums sein, ein wirklich geistlicher Mensch und ein Kooperationspartner mit den verschiedenen Diensten und Ämtern der Kirche. Für dieses Vorbild gilt ihm unser Dank, vor allem für seine geistliche Begleitung und den frohen Optimismus, den er aus dem Glauben schöpfte", betont Erzbischof Zollitsch. Die biblischen Orte Israels und Palästinas habe Bischof Lettmann nicht nur mit Leben gefüllt, sondern ihm sei eine Schriftauslegung gelungen, so dass die biblische Botschaft verstehbar und lebbar geworden sei. Erzbischof Zollitsch: "Dem Verstorbenen dürfen wir die Anregung verdanken, junge Seminaristen eine längere Zeit im Heiligen Land die Bibel lesen und meditieren zu lassen, um besser zu verstehen, was sie nachher verkünden. Es war eine Chance, die Bischof Lettmann in Münster für die Priesterausbildung ergriffen hat und die mit gleichbleibender Gültigkeit besteht."

Auch das Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster hat den Verstorbenen gewürdigt. "Das Bistum Münster verliert mit Reinhard Lettmann einen großen und liebenswerten Bischof. Er hatte stets ein offenes Ohr und Herz für die Anliegen der Menschen", sagt die Vorsitzende der Laienvertretung, Notburga Heveling. Bischof Lettmann sei ein freundlicher, gelassener und umfangreich gebildeter Mann gewesen, ausgestattet mit einer großen Sensibilität für seine Mitmenschen und einer gehörigen Portion hintergründigem Humor. "Und nicht zuletzt: Er war geprägt von einer sehr tiefen Frömmigkeit", betont Heveling. Für die Anliegen der Laien habe Lettmann stets ein offenes Ohr gehabt, habe bereitwillig zugehört und die Argumente des anderen abgewogen, um seine tieferen Motive zu verstehen.

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Münster spricht in einer Würdigung davon, dass dem verstorbenen Bischof die Menschen am Herzen gelegen hätten. Unzählige Begegnungen in allen Teilen des Bistums hätten davon Zeugnis gegeben. „Viele Generationen von Jugendlichen ließen sich durch die offene und stets zugewandte Art des Bischofs in ihrem Glauben stärken“, heißt es in einer Erklärung des BDKJ. Die katholische Jugend im Bistum Münster verliere nicht nur einen hervorragenden Seelsorger, sondern auch einen „guten Freund“. „Wir werden Bischof Reinhard Lettmann vermissen und die Erinnerung an die Spuren wach halten, die er in der kirchlichen Jugendarbeit des Bistums hinterlassen hat“, betont der katholische Jugendverband.

Links

  • Bischof Genn würdigt den verstorbenen Bischof Lettmann (16.04.2013)
  • Video: Bischof Dr. Felix Genn zum Tod seines Vorgängers (16.04.2013)
  • Große Trauer im Bistum Münster – 28 Jahre stand er als Brückenbauer an der Spitze der Diözese (16.04.2013)
  • Bischof em. Dr. Reinhard Lettmann ist tot (16.04.2013)

Text/Foto: Bischöfliche Pressestelle
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