youngcaritas greift mit Aktionen soziale Themen auf

Die soziale Arbeit der Caritas in ihren rund 2.600 Beratungsstellen und Einrichtungen im Bistum Münster gilt gemeinhin als beständig.

Das ist bei dem jüngsten Spross des katholischen Wohlfahrtsverbands ganz anders: mal hier eine Aktion für Flüchtlinge, mal da Kaffee verkaufen für Straßenkinder in Äthiopien oder ein Kaffeetrinken mit den Gästen der Tagespflege in einem Altenheim. Fast drei Jahre nach dem Start haben sich an 15 Orten junge Menschen zu youngcaritas zusammengefunden.

"Das sind keine festen Gruppen", sagt Franziska Lindfeld, die diesen neuen Zweig im Diözesancaritasverband aufbaut. Ganz bewusst soll youngcaritas keine Jugendorganisation der Caritas sein, eher eine "Aktionsplattform" für Jugendliche und junge Erwachsene. Da gelte es, "mutig zu sein und auszuprobieren".

Die Idee zu youngcaritas stammt aus Österreich. In Deutschland ist youngcaritas 2013 gestartet. Mit inzwischen 15 Standorten ist das Bistum Münster ganz vorne mit dabei. Keimzellen waren hier die Caritasverbände in Coesfeld, Geldern und Herten. Das Altersspektrum reicht weit von Grundschülern bis zu jungen Erwachsenen über 20 Jahre. "Sie finden sich immer wieder neu zusammen und überlegen sich Aktionen", erklärt Lindfeld. Manche seien danach wieder weg, andere bei den nächsten Aktivitäten wieder dabei.

Armut, Gerechtigkeit, Solidarität und Flüchtlinge sind die großen, immer wiederkehrenden Themen der Aktionen. In Hamm hat youngcaritas im vergangenen Jahr eine Tafel der Solidarität organisiert, in Moers ist beim "Pfandraising" Geld mittels Pfandflaschen gesammelt worden, in Geldern schwärmten 380 Schüler beim "Day of Caring" in 78 soziale Einrichtungen aus. Neben den lokalen Aktionen lädt youngcaritas zu landes- und bundesweiten Aktionen ein wie dem refugees welcome lab in Essen oder in diesem Jahr im Mai zur "GemeinsamZeit".

Da zeigt sich nicht nur viel Kreativität, die Aktionen führen laut Lindfeld auch zu konkreter Hilfe. Mit gesammeltem Geld würden zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Caritas international Ziegen für Äthiopien gekauft.

Geld musste auch der Diözesancaritasverband Münster in die Hand nehmen für den Aufbau von youngcaritas. Für drei Jahre wurde Lindfelds Projektstelle eingerichtet und jetzt zunächst bis Ende 2018 verlängert. Aus Innovationsmitteln sind 2016 je 5.000 Euro für sieben örtliche Verbände geflossen. Die Caritas Moers-Xanten rüstet dafür zum Beispiel einen Transporter zum Spielmobil um.
Franziska Lindfeld ist überzeugt, dass youngcaritas weiter wachsen wird. Drei weitere Interessenten stehen schon auf Ihrer Liste.

Bildunterschriften: Kaffee gegen Spenden für Straßenkinder in Äthiopien – die Aktion Coffee to help nutzen viele youngcaritas-Aktive wie hier in Geldern für die gute Tat.

Text: Diözesancaritasverband Münster / 25.01.17
Kontakt: presse[at]caritas-muenster.de
Foto: Harald Westbeld/Caritas Münster