Zukunftsfähige Friedhöfe: Infoveranstaltung für Kirchenvorstände

Katholische Friedhöfe sind Orte der Trauer, aber auch der Hoffnung – und der Begegnung.

Bei einer Informationsveranstaltung für Kirchenvorstände im Kreisdekanat Steinfurt zum Thema "Zukunftsfähige Friedhöfe" am 5. Juli hat Gudrun Meiwes von der Hauptabteilung Seelsorge im Bistum Münster den Pfarreivertretern Mut gemacht, die Orte stärker als pastorale Räume zu nutzen und in das Gemeindeleben einzubeziehen.

Dominique Hopfenzitz von der Rechtsabteilung des Bistums hatte zuvor auf die Veränderungen in der Bestattungskultur hingewiesen, denen sich auch die Kirchengemeinden stellen müssen. Einen Friedhof zukunftsfähig zu machen, das bedeute, dessen Attraktivität zu steigern, um somit auf Dauer die Unterhaltskosten tragen zu können. Hopfenzitz betonte: "Unser Plan ist es nicht, Friedhöfe zu schließen oder sie an Kommunen zu verkaufen." Wie finanzielle Sicherheit durch eine Gebührenkalkulation aussehen kann, erläuterte Rainer Grönewäller von der Abteilung Kirchengemeinden.

Wo möchten Sie am liebsten beerdigt werden? Was ist Ihnen bei einem Friedhofsbesuch besonders wichtig? – Gudrun Meiwes führte die Teilnehmer mit einem kurzen Speed-Dating in die Thematik ein. Und sie hatte Beispiele mitgebracht für gelungene Angebote und Gestaltungsmöglichkeiten: Auf dem Friedhof in Recklinghausen-Hochlarmark öffnet einmal im Monat ein Café, das Ehrenamtliche organisieren: "Es gibt Kaffee, Zeit zum Zuhören – und wer Hilfe auf dem Weg zum Grab braucht, bekommt auch diese", erläuterte Meiwes das Recklinghäuser Konzept. Ein weiteres Beispiel: Der Friedhof in Havixbeck. Dieser sei ein Ort der Toten und der Lebenden. Kunstobjekte wie Brunnen und Grabsteine drückten den Glauben an die Auferstehung in besonderer Weise aus.

Bildunterschrift: Wo möchten Sie am liebsten beerdigt werden? Was ist Ihnen bei einem Friedhofsbesuch besonders wichtig? Bei einem Speed-Dating kamen die Pfarreivertreter aus dem Kreisdekanat Steinfurt ins Gespräch.

Text: Bischöfliche Pressestelle / 07.06.17
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de
Foto: Bischöfliche Pressestelle/Gudrun Niewöhner