Diese Fragen stehen im Zentrum einer zweitägigen Präventionsfortbildung, die bewusst über eine reine Gefahrenperspektive hinausgeht: Prävention wird hier nicht nur als Vermeidung von Grenzverletzungen verstanden, sondern als aktive Gestaltung einer verantwortlichen und menschenzugewandten Praxis im Umgang mit Sexualität.
Die Fortbildung verbindet fachliche Impulse mit intensiven Reflexionsräumen und praxisorientierten Arbeitsphasen. Im Fokus steht die Auseinandersetzung mit der eigenen beruflichen Rolle:
Wie spreche ich über Sexualität? Was prägt mein Handeln? Welche Haltung möchte ich zukünftig einnehmen – und wie kann ich diese konkret im pastoralen Alltag umsetzen?
Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, Sexualität nicht ausschließlich unter dem Blickwinkel von Risiko und Kontrolle zu betrachten, sondern auch ihre positiven, lebensförderlichen Dimensionen in die eigene Praxis zu integrieren. Dadurch werden neue Handlungsspielräume eröffnet und Prävention als Teil einer bewussten Gestaltung von Beziehungen und Kommunikation verstanden.
Ziele der Fortbildung:
- Weiterentwicklung einer reflektierten, professionellen Haltung zu Sexualität im pastoralen Kontext
- Auseinandersetzung mit eigenen biografischen Prägungen, Erwartungen und Unsicherheiten
- Ausbau der Sprachfähigkeit im Umgang mit sexualitätsbezogenen Themen
- Reflexion von Spannungsfeldern zwischen persönlicher Haltung, kirchlichem Auftrag und beruflicher Praxis
- Entwicklung konkreter Ideen zur Gestaltung des eigenen beruflichen Handelns
- Erweiterung des Präventionsverständnisses um positive, beziehungsorientierte Perspektiven
Zielgruppe Priester, Diakone, Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten
Credit Points 1
Referent, Referentin Michael Hummert, Ann-Kathrin Kahle
