Sakramente

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Sichtbare Zeichen der Gnade Gottes

Die Sakramente werden an zentralen Punkten des menschlichen Lebensweges gefeiert: Von der Geburt über das Erwachsenwerden bis hinein in Schuld, Krankheit und Tod erfahren Menschen in der Feier der Sakramente die heilende und helfende Zuwendung Gottes. Die Sakramente bilden eine Art Zeichensprache, in der sich Gott und Mensch verständigen. Die Feier der Sakramente ist ein Dialog: Gott kommt und spricht zu uns. Wir antworten und bekennen unseren Glauben.

Die Sakramente sind weit mehr als nur eine Symbolsprache. Sie bewirken allein durch den rechten Vollzug aus sich heraus (lateinisch: "ex opere operato") das, was sie bezeichnen: das Heil Gottes. Sie sind sichtbares, reales Zeichen der Gnade Gottes. So haben die Sakramente immer eine sichtbare und eine unsichtbare Seite: Einerseits kann man sie sehen, anfassen und riechen, beispielsweise das Wasser, mit dem das Kind in der Taufe übergossen wird, oder das Brot und den Wein bei der Feier der Eucharistie. Zugleich ist in ihnen etwas Unsichtbares verborgen: Gott mit seiner bedingungslosen Liebe zu den Menschen. Durch die Sakramente verbündet er sich mit den Menschen – zu ihrem Heil.

Die Sakramente gehen auf das Wirken Jesu zurück. In ihm wurde Gott gegenwärtig. Und indem Gott Mensch wurde, war er nicht länger unsichtbar, sondern wurde hörbar, sichtbar und greifbar. Daher wird Jesus Christus als das christliche Ursakrament bezeichnet.

Sakramente im Überblick

Taufe eines Kindes mit Wasser

Taufe

Die Taufe ist die feierliche Aufnahme in die Gemeinschaft der Christen. Der Täufling wird mit Weihwasser übergossen und mit den heiligen Ölen gesalbt.

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Schale mit Hostien

Eucharistie

Der gemeinsame Empfang der eucharistischen Gaben wird als Kommunion (von lateinisch communio = Gemeinschaft) bezeichnet. Und wie der Begriff schon sagt: Kommunion stiftet Gemeinschaft.

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Beichtstuhl im St.-Paulus-Dom

Versöhnung

Wenn wir bereuen, was wir getan oder eben nicht getan haben, wenn wir uns neu auf den Weg zu Gott machen, dann vergibt er uns, nimmt uns auf in seine Gemeinschaft.

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Weihbischof Geerlings firmt einen Jugendlichen

Firmung

Die Firmung gilt als "Sakrament der Mündigkeit". Am Übergang zum Erwachsenenalter spendet der Bischof oder ein von ihm eigens beauftragter Priester das Sakrament.

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Eheschließung in einer Kirche

Ehe

Wo zwei Menschen als Glaubende einander als Ehepartner annehmen, werden sie füreinander und für andere zum lebendigen Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen.

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Zwei Weihekandidaten liegen langgestreckt auf dem Boden des St.-Paulus-Doms

Weihe

Die Weihe ist das Sakrament des apostolischen Dienstes. Sie umfasst drei Stufen: die Weihe des Bischofs (Episkopat), des Priesters (Presbyterat) und des Diakons (Diakonat).

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Die Hände eines Kranken werden mit Öl gesalbt

Krankensalbung

Gott wendet sich den Kranken besonders zu und steht ihnen bei. Im Sakrament der Krankensalbung wird seine heilende Nähe gegenwärtig.

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