© Franziskaner Dorsten

Franziskaner in Dorsten

Anteil am Leben der Menschen nehmen

Mitten in der Innenstadt von Dorsten liegen das Kloster und die Kirche der Franziskaner. Die acht Ordensmänner, die als Gemeinschaft in dem Konvent leben, nehmen im März gemeinsam mit ihren Gottesdienstbesuchern die von den Nutzerinnen und Nutzern in das digitale Fürbittbuch des Bistums Münster eingetragenen Anliegen in ihre Gebete auf.

Ein Aspekt in ihrer Biografie verbindet die Brüder: Sie haben ihre beruflichen Aufgaben in jüngere Hände gegeben, treten kürzer und leben im Ruhestand. Allerdings sitzen sie nicht in ihren Zimmern und legen die Hände in den Schoß. Vielmehr übernehmen sie gern noch unterschiedliche Aufgaben vor allem in der Seelsorge: im Beicht- und Gesprächszimmer des Klosters, in der Klosterkirche, im Altenheim, im Krankenhaus, bei den Ursulinenschwestern oder auch gelegentlich in umliegenden Gemeinden. Drei von ihnen sind schriftstellerisch tätig und sie halten auch noch Exerzitienkurse vorrangig für Ordensschwestern. 

Neuer Guardian, also der Leiter der Gemeinschaft, ist seit August 2025 Pater Johannes Baptist Freyer. Nach einer Ausbildung als Bankkaufmann trat Pater Johannes 1977 in den Franziskanerorden ein. 1983 wurde er zum Priester geweiht. Nach Studium, Promotion und Habilitation wirkte er lange Jahre in Rom als Professor und Rektor an der Hochschule des Franziskanerordens San Antonio. Von 2019 bis 2025 war er Theologischer Referent des Hilfswerkes „Franziskaner Helfen“ in der Missionszentrale in Bonn. Neben seinem Guardianat nimmt er auch eine Reihe weiterer Aufgaben wahr:  Er ist Mitglied der Provinzleitung der deutschen Franziskanerprovinz. Weiterhin hält er Vorträge und Vorlesungen zum Beispiel an der franziskanischen Universität in San Diego in Kalifornien. In den Zeiten seiner Abwesenheit übernimmt Pater Heribert Arens als Vikar die Leitung des Hauses.

In Gemeinschaft zu leben, ist für die Franziskaner wichtig. Drei Gebetszeiten und drei gemeinsame Mahlzeiten strukturieren ihren Tag. „Ansonsten geht jeder seine Wege, die sich aber immer wieder kreuzen“. Lebendigkeit auch im Alter ist bei den Senioren-Franziskanern spürbar. Durch die unterschiedlichen Lebensgeschichten wohnt ein Reichtum an Erfahrungen hinter den Mauern des Klosters in der Innenstadt. 

„Wir nehmen Anteil am Leben der anderen Menschen und bringen ihre Anliegen vor Gott“, sagen die Franziskanerbrüder aus Dorsten. So nehmen sie auch die im digitalen Fürbittbuch des Bistums Münster eingetragenen Bitten in ihre gemeinsamen oder persönlichen Gebetszeiten auf.