Kulturwandel im Bistum Münster

Eine "Kirche der Beziehung" stärken

Liebe Schwestern und Brüder,

in einem langen und guten Gesprächsprozess, auf den ich voll Dankbarkeit zurückschaue, hat unser Diözesanrat sich mit der Frage beschäftigt, welche Schwerpunkte wir in der Pastoral in der Kirche von Münster in Zukunft setzen sollen. Wir ließen uns dabei von dem Gedanken leiten, herauszufinden, was Gott uns sagt. Als biblisches Leitwort half uns die Mahnung des Apostels Paulus an die Gemeinde in Thessaloniki: „Prüft alles und behaltet das Gute“ (1Thess 5,21).

Die Arbeit mit und am Pastoralplan für das Bistum Münster, die Erkenntnisse der Zufriedenheitsstudie, die Rückmeldungen aus Pfarreien, kirchlichen Einrichtungen, Verbänden und Organisationen haben uns bereits in der Vergangenheit deutlich gezeigt, dass Menschen sich eine Kirche erhoffen und erwarten, die Beziehung stiftet. Der Pastoralplan nennt dieses Anliegen, „Menschen mit Gott und miteinander in Berührung zu bringen.“

Das gilt nicht nur für einen Rückblick, sondern umso mehr für einen Ausblick in die Zukunft. Insofern verbindet sich der Gesprächsprozess des Diözesanrates mit diesen Erkenntnissen und Rückmeldungen. Dieses Heft „Kulturwandel im Bistum Münster“ beschreibt die zentralen pastoralen Vorhaben und Entwicklungsprozesse in unserem Bistum für die kommenden Jahre. Diese greifen auf unterschiedliche Art und Weise das Motiv einer Kirche der Beziehung auf.

Unser Anliegen einer Kirche der Beziehung gilt es zu stärken: Durch neue partizipative Leitungsmodelle auf Ebene der Pfarreien und Gemeinden, durch verlässliche inhaltliche Schwerpunktsetzungen, durch Gottesdienste, die nah am Leben der Menschen dran sind und zeigen: Gott ist bei uns, durch eine Außendarstellung der katholischen Kirche im Bistum Münster, die unsere gemeinsame Identität zum Ausdruck bringt.

In dieser Broschüre finden Sie in aller Kürze einen Überblick zu den genannten Themen und Anliegen.
Ich lade Sie ein, sich damit vertraut zu machen und alle Möglichkeiten auf Ebene der Pfarreien ebenso wie auf regionaler und diözesaner Ebene zu nutzen, um hierüber in einen Austausch zu kommen. Schon dadurch kann die Erfahrung lebendig werden, dass wir wirklich und wahrhaftig eine Kirche der Beziehung sind und immer mehr werden wollen!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
+ Felix Genn
Bischof von Münster