13 Freiwillige für den Trauer- und Begräbnisdienst ausgebildet

, Bistum Münster, Stadtdekanat Münster

„Ein offenes Ohr und ein mitfühlendes Herz, für die Menschen, denen Sie begegnen werden.“ 13 Frauen und Männern aus dem Bistum Münster haben diesen Wunsch von Nicole Stockhoff von der Fachstelle Liturgie und Katechese für ihre neue Aufgabe mit auf den Weg bekommen. Über einen Zeitraum von mehreren Monaten hatten sich die Freiwilligen für den Trauer- und Begräbnisdienst ausbilden lassen, den sie künftig in ihren Heimatpfarreien übernehmen wollen. Am 19. Januar haben sie in einer Feierstunde in der Akademie Franz Hitze Haus in Münster ihre Zertifikate erhalten.

„Bestatten ist eine Kunst“

13 Frauen und Männer haben sich für den Trauer- und Begräbnisdienst ausbilden lassen. Begleitet wurden sie dabei von Nicole Stockhoff (rechts).

© Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann

„Bestatten ist eine Kunst – Herzblut, Empathie und Fingerspitzengefühl sind es, die bei der gottesdienstlichen Feier Trost und Hoffnung schenken“, betonte Stockhoff, die den Ausbildungskursus seitens des Bistums geleitet hatte. Als Beerdigungsleiterinnen und -leiter im Auftrag der Kirche tätig zu sein, bedeute deshalb: „Da sein, Schmerz oder Wut mit aushalten, zuhören, trösten, ein Menschenleben würdigen und es ins Wort bringen, die Botschaft teilen, dass Gott uns auch im Tod umfängt.“

Auch der Raesfelder Pfarrer Fabian Tilling, der zuvor mit den Absolventen, deren Angehörigen und Mentorinnen und Mentoren einen Gottesdienst in der Kapelle des katholischen Bildungshauses gefeiert hatte, bedankte sich bei den neuen Begräbnisleitern dafür, dass sie ihre Berufung leben und Verstorbenen Würde und Wertschätzung schenken: „Ich finde das stark, dass Sie diese Aufgabe übernehmen, dass Sie sich diesen anspruchsvollen und doch schönen Dienst zutrauen.“ Besonders der Predigtdienst habe in diesem Zusammenhang mit dem eigenen Glauben zu tun: „Da, wo das Ende des Lebens steht, nicht stehenzubleiben, sondern noch ein Wort der Hoffnung mehr zu sagen, die eigene Hoffnung verkünden, die mich trägt.“

Während ihrer Ausbildung setzten sich die Teilnehmenden mit dem eigenen Glauben sowie mit dem kirchlichen Verständnis von Tod und Auferstehung auseinander und lernten rechtliche Grundlagen zur Beerdigung. Auf die Trauergespräche und die Reden am Grab bereiteten sie sich mit Hilfe von Rollenspielen vor. 

Als Ehrenamtliche übernehmen künftig Trauer- und Begräbnisdienste: Nicole Brinks und Verena Holtkamp (St. Maria Frieden, Hamminkeln), Martina Czarkowski und Heinrich Schlathölter (St. Josef, Oer-Erkenschwick), Michaela Kopp (St. Pankratius, Emsdetten), Dagmar Kreilkamp (St. Josef, Marl), Marion Matuszek (St. Stephanus, Beckum), Wilhelm Musberg (St. Antonius, Herten), Petra Nienhaus und Andreas Pass (St. Martin, Raesfeld), Barbara Schmitt (Papst Johannes, Hamm-Heessen), Andrea Schulz (St. Peter und Paul, Velen) und Ludger Wöhle (Hl. Edith Stein, Marl). 

 

Ann-Christin Ladermann