
Zusammen mit einem elfköpfigen Team aus freiwillig Engagierten haben die beiden Pastoralreferentinnen Hanna Liffers (links) und Barbara Kockmann die Kar- und Ostertage für Familien im Pastoralen Raum Dülmen gestaltet. Mit großer Resonanz.
© privatDie Pastoralreferentinnen, beide Mütter von je drei Kindern, hatten eigene Ideen für eine kindgerechte Vorbereitung auf Ostern. „Im Advent und Weihnachten gibt es gefühlt ein Überangebot“, sagt Kockmann. An den Kar- oder Ostertagen sei dies anders, vielleicht, weil die Themen von Verrat, Sterben und Tod schwieriger sind: „Aber auch sie haben etwas mit der Wirklichkeit von Kindern und Familien zu tun.“
Dass die Feiern an einem zentralen Ort im Pastoralen Raum stattfinden, war in Absprache mit Pfarrer Ferdinand Hempelmann gesetzt: „Die Kirche war zwar wie gewohnt für alle geöffnet, ansonsten haben dort aber an diesen Tagen keine weiteren Gemeindegottesdienste stattgefunden.“ So konnte sich das Team frei ausbreiten und den Innenraum thematisch gestalten. Und die Akzeptanz bei den Eltern war von Beginn an gut.
Ein spannender Moment war für Liffers der Auszug aus der Sakristei an Palmsonntag: „Ich habe beim Rausgehen gesagt, wenn 30 Mädchen und Jungen da sind, ist das prima.“ Tatsächlich aber war der Kirchplatz voll – ebenso anschließend die Kirche. Ein perfekter Auftakt.
Bei seinen Angeboten achtete das Team auf für Familien passende Zeiten. An Karfreitag beispielsweise gab es von 10 bis 17 Uhr kreative Aktionen und biblische Impulse. „Den ganzen Tag über sind Familien in die Kirche gekommen“, so die Verantwortlichen – also eben nicht wie sonst üblich um 15 Uhr zur Karfreitagsliturgie.
Inhaltlich richtete das Team seine Angebote an den biblischen Ereignissen dieser Tage aus: „Wir haben uns aus den Liturgien punktuell Dinge herausgenommen und diese für Kinder verständlich übersetzt.“ An Gründonnerstag feierten die Familien zum Beispiel zusammen Abendmahl.
Die vielen Rückmeldungen nach der Osternacht mit Kerzensegnung und Osterfeuer sind für die Vorbereitungsgruppe Motivation: „2027 wird es eine Wiederholung geben“, sagt Liffers. Außerdem gibt es im Team der Hauptamtlichen des Pastoralen Raums Überlegungen für den Advent: Die Sonntage sollen unter einer inhaltlichen Schwerpunktsetzung stehen.
Vorstellen können sich die Pastoralreferentinnen auch eine besondere Aktion im Sommer. Fest steht, dass im Pastoralen Raum an jedem fünften Sonntag im Monat ein gemeinsamer Gottesdienst gefeiert wird. Alle anderen Sonntagsmesse fallen an diesem Tag aus. Der erste dieser Sonntage ist der 30. August, gleichzeitig letzter Feriensonntag. „An diesem Tag feiern wir zum ersten Mal im Pastoralen Raum einen gemeinsamen Open-Air-Gottesdienst“, vermelden Barbara Kockmann und Hanna Liffers schon mal einen wichtigen Termin für den Kalender.
Gudrun Niewöhner
