Bistum Münster sucht Studierende für Engagement im Uniklinikum

, Stadtdekanat Münster

Die ersten Studierenden haben sich schon gemeldet und wollen mitmachen. Das freut die drei Partner des neugebauten Tita-Cory-Campus des Bistums Münster, die auch nach Fertigstellung der Gebäude Gemeinsames auf die Beine stellen. Die Klinikseelsorge am Universitätsklinikum Münster (UKM), die Katholische Studierenden- und Hochschulgemeinde (KSHG) und das Bischöfliche Studierendenwerk (BSW) laden zusammen mit der Ehrenamtskoordinatorin des UKM Studierende ein, sich im Uniklinikum zu engagieren. „Wir möchten kein fertiges Konzept vorlegen, sondern bewusst schauen, was die Studierenden mitbringen und wie das Engagement konkret aussehen kann“, erklärt Dr. Leo Wittenbecher, leitender Klinikpfarrer am UKM.

Starten gemeinsam das Kooperationsprojekt mit den Studierenden: (von links) Jürgen Wiltink (Klinikseelsorge UKM), Dorothee Schmerling (Bischöfliches Studierendenwerk Münster), Dr. Leo Wittenbecher (Klinikseelsorge UKM) und Lena Hox (Katholische Studierenden- und Hochschulseelsorge Münster).

© Bistum Münster

„Es braucht keine besonderen Voraussetzungen, außer das Interesse an Menschen und die Bereitschaft, sich einzubringen“, fasst Lena Hox, Pastoralreferentin in der KSHG, zusammen. Doch niemand werde ins kalte Wasser geworfen, das ist den Initiatoren wichtig. In zwei Workshops werden den Studierenden Grundlagen vermittelt, beispielsweise zur Gesprächsführung, zu musikalischen Ansätzen, zum Umgang mit Demenzerkrankten und nicht zuletzt zu spirituellen Themen und Fragen. „Auch die Hygiene im Krankenhaus wird ein Thema sein“, weiß Lena Hox. 

Fühlen sich die Studierenden gut vorbereitet, vermitteln UKM-Ehrenamtskoordinatorin Marion Schäferhoff sowie die Seelsorgenden sie an die Patientinnen und Patienten. „Es soll ein niederschwelliges Angebot sein“, betont Wittenbecher. Denkbar seien neben Gesprächen mit den Patienten auch Vorleseaktionen der Studierenden oder musikalische Angebote. „Einen Einblick in kunsttherapeutische Ansätze wird Dorothee Schmerling vom BSW den interessierten Studenten vermitteln. „Die Studierenden werden mit neuen, vielleicht ungewohnten Situationen konfrontiert. Da kann es hilfreich sein, Themen, die sie beschäftigen, mit kreativen Elementen aufzugreifen, denn Sprache hat Grenzen und Kunst kann diese Grenzen erweitern“, erklärt Dorothee Schmerling.“ 

Das Projekt verfolgt ein doppeltes Ziel, beschreibt Wittenbecher: „Die Patienten bekommen Ansprechpartner und Begleitung, die Studierenden erhalten die Möglichkeit, sich in ihrer Persönlichkeit weiterzuentwickeln, Einblicke in die Seelsorge in einer Klinik zu bekommen und den Umgang mit Krankheit zu lernen.“ Zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen freut er sich auf die Begegnung mit den Studierenden: „Wir sind offen für ihre Ideen und für das, was sie sich vorstellen.“

Am Donnerstag, 27. April, um 20 Uhr findet ein offener Infoabend und die Möglichkeit zum Kennenlernen im großen Veranstaltungsraum auf dem Tita-Cory-Campus statt. Anmeldungen nimmt Leo Wittenbecher per Mail an entgegen. Ein erster Workshop ist für Samstag, 10. Juni, von 9 bis 14 Uhr geplant, ein zweiter folgt am Samstag, 1. Juli, von 9 bis 16.30 Uhr. 

Ann-Christin Ladermann