Bistum Münster vergibt Krippenpreis 2026

, Bistum Münster

Zehn Preisträgerinnen und Preisträger erhalten den Krippenpreis 2026 des Bistums Münster. Ausgewählt wurden sie in der 85. Krippenkunst-Ausstellung „Hoffnung“, die noch bis Sonntag, 25. Januar, im Religio-Museum in Telgte zu sehen ist. 

82 Künstlerinnen und Künstler haben an der weit über die Bistumsgrenzen hinaus bekannte Ausstellung teilgenommen, hinzu kommen sieben Gruppen von Kindern und Jugendlichen sowie eine Erwachsenengruppe. 

Die jüngste Preisträgerin ist Maria Hibler (*2017) mit ihrem Werk „Der Schmetterling der Hoffnung“. Die 2025 entstandene Arbeit ist aus Zirbenholz geschnitzt, das Jesuskind in ein Leinentuch gewickelt. 

Eine Gemeinschaftsarbeit von Großmutter und Enkel ist das Werk „Ein hoffnungsvolles Zeichen“ von Maria Schlüter (*1950) und Karl Henri Lütkehaus (*2013) aus Telgte. Die Figurenkrippe besteht aus Büchern und Papier. 

Schülerinnen und Schüler der Klassen 3a und 3b der Antoniusschule im Alter von 8 bis 9 Jahren unter Leitung von Maike Gerding und Naina Neises aus Rosendahl schufen 2025 die Krippe „Hoffnung beginnt bei dir – Kinder verändern die Welt“. 

Der bildende Künstler Jörgen Habedank (*1961) schuf 2025 den Klappaltar „In der Mitte öffnet sich Hoffnung“. Der aufgeklappte Altar zeigt in der Mitte das strahlende Licht der Krippe, flankiert von zwei Engeln. 

Die „Krippe im Schutt“ von Simone Thieringer (*1958) ist die vielleicht bemerkenswerteste Arbeit der aktuellen Ausstellung. In einer Schubkarre mit Bauschutt liegt das Jesuskind mit goldenem Heiligenschein inmitten einer Pusteblume. 

Aus Oberammergau stammt der Bildhauer Florian Stückl (*1957), der 2022 die Installation „Er ist der rechte Weg, die Wahrheit und das Leben“ geschaffen hat. Die quadratische Skulptur besteht aus einer Vielzahl von aus Linde geschnitzten Stäben, die von einem festen Kantholz durchbrochen werden, an dessen Ende Christus geschnitzt ist. 

Dr. Konstantin M. Yazigi (*1949) überzeugte die Jury mit seiner 2025 entstandenen Arbeit „Brot und Friede für die Welt“. In einem aufgeklappten, hölzernen Brotkosten liegt Christus in einer kreuzförmigen Krippe. 

Den Blick auf die ganze Welt weitet das großformatige Gemälde von Marion Wenige (*1972) aus Köln. Sie bezieht sich in ihrem 2025 mit Acry auf Leinwand gemalten Gemälde auf ein Zitat aus Jesaja „Das Volk, das in der Finsternis ging, sah ein helles Licht; über denen, die im Land des Todesschattens wohnten, strahlte ein Licht auf (Jesaja 9,1)“. 

Mechthild Arens-Mundry (*1944) wird in diesem Jahr für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet. 

Den Publikumspreis erhält in diesem Jahr Annette Hiemenz (*1965) aus Hilden. Sie ist eine freischaffende Krippenkünstlerin, modelliert die Figuren selbst und schafft auch die Kulissen. Ihr Werk „Hoffnung“ entstand 2025. In der Nische eines zerstörten Gebäudes sitzen zwei von Annette Hiemenz fein modellierte Kinder. Sie haben aus einem Rucksack Krippenfiguren ausgepackt. Das Jesuskind halten sie zusammen in der Hand und schöpfen Hoffnung auf eine gerechte Welt und eine Zukunft für sich selbst. Hiemenz erhielt mit Abstand die meisten Stimmen des Publikums.

Text: Religio-Museum Telgte