Bistumsdelegation besucht Nordghana
Eine dreiköpfige Delegation des Bistums Münster ist derzeit in Nordghana zu Besuch in den dortigen Partnerdiözesen.
Mit dabei sind Weihbischof Dr. Stefan Zekorn als ‚Bischöflicher Beauftragter Weltkirche‘, Notburga Heveling als Vorsitzende des Diözesankomitees der Katholiken und Pater Hans-Michael Hürter, Ordenspriester bei den Afrikamissionaren Weiße Väter als Vertreter der Fachstelle Weltkirche im Bischöflichen Generalvikariat.
Nach der Ankunft am Donnerstag besuchte die Delegation den Salesianerbruder Michael Schmitz aus Kevelaer, der seit 23 Jahren in Ghana lebt. Schmitz erzählte von dem Projekt, in dem er arbeitet und in dem Kindern eine Schulbildung ermöglicht wird, deren Familien so arm sind, dass auch die Kinder arbeiten müssen.
An den Folgetagen begegneten die Delegationsmitglieder Vertretern von Partnerschaftspfarreien im Bistum Damongo und tauschten sich mit ihnen aus. Zudem besuchte die Gruppe verschiedene Projekte, die aus dem Bistum Münster unterstützt werden. Am Freitagabend segnete Weihbischof Zekorn eine Kapelle ein, die aus Kirchensteuermitteln des Bistums Münster gebaut worden war. Dies habe für "unbeschreibliche Freude bei den Einwohnern des sehr abgelegenen Dorfes" gesorgt, meldete die Delegation zurück.
Am Samstag waren die Vertreter des Bistums Münster im Bistum Wa zu Gast bei der Aufnahmefeier für vier neue Ordensschwestern: "Eine eindrucksvolle Feier!", kommentierte der Weihbischof. Eine besondere Erfahrung am Sonntag war eine sehr festliche, etwa dreistündige Eucharistiefeier im Wallfahrtsort Jesu Tang. Für die Fahrt zur nächsten Station, zum Ort Bolgatanga, ging es für fünf Stunden auf die "Rüttelpiste", wie Zekorn kommentierte: "Menschen und Autos müssen unterwegs hier echt was aushalten".
In dieser Woche nimmt die Delegation an der Konferenz "Entwicklung braucht Veränderung: Wie kann der Wandel erreicht werden?" in Tamale teil. Diese Tagung ist eine gemeinsame Initiative der Kirchenprovinz Tamale, der ‚University for Development Studies‘ Tamale, des Katholischen Akademischen Ausländer-Dienstes KAAD, der Katholischen Hochschulgemeinde Münster KSHG und des Bistums Münster. Im Rahmen dieser Konferenz gibt es auch eine Exkursion in das Bistum Yendi. Am Samstag steht für die drei Münster-Vertreter die Rückreise an.
Die Bistumspartnerschaft mit den Diözesen Tamale, Damongo, Wa, Navrongo-Bolgatanga und Yendi im Norden Ghanas entstand 1982 auf Initiative des damaligen Diözesankomitees der katholischen Verbände. Inzwischen pflegen 32 Pfarrgemeinden aus dem Bistum Münster partnerschaftliche Kontakte zu Pfarreien in Ghana. Der wechselseitige geistliche und kulturelle Austausch und gelegentliche gegenseitige Besuche stehen im Vordergrund, finanzielle Unterstützung kommt hinzu.
Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de
