
Mit einem persönlichen Gottesdienst verabschiedete sich Ralf Meyer als Burgkaplan und Diözesanjugendseelsorger.
© Bistum MünsterDabei sei ihm der Psalm 31, in dem es unter anderem heißt „Bei dir, Herr, suche ich Zuflucht… Sei für mich ein Fels, ein Versteck, eine feste Burg, in die ich mich retten kann!...“, zum „Heimatpsalm“ und die Jugendburg im doppelten Sinn eine „feste Burg“ geworden, in der er sich aufgehoben gefühlt habe. Nach dem erschwerten Einstieg unter Corona-Bedingungen habe er „einen Experimentierkasten voller junger Menschen“ kennengelernt, die Lust hatten, Ungewohntes auszuprobieren. „So konnte ich meinen eigenen Glauben erfahrbar werden lassen“, sagte der Noch-Burgkaplan in der Predigt.
Im Miteinander des Burgteams und der meist jungen Gäste gehe es nicht nur um Spiritualität, sondern auch darum, sich prägen zu lassen von Menschlichkeit und Gastfreundschaft. „Die Zeit, zu beginnen, ist jetzt“: Damit griff Meyer das Thema der zurückliegenden Kar- und Ostertage auf der Jugendburg auf. Seine Wohnung in der Burg habe er bereits geräumt, die Umzugskisten in Bocholt schon ausgepackt. „Jetzt steht ein Spurwechsel an“ – mit den Erfahrungen der Vergangenheit.
Vor dem Schlusssegen sagte die pädagogische Leiterin Charlotte Friede im Namen des Burgteams „danke“ für die gemeinsame Zeit. Mit dem Blick auf die Aufgaben als Diözesanjugendseelsorger schloss sich Beate Willenbrink als Leiterin des Sachgebietes Jugendpastoral im Bistum Münster an. Weil die Jugendburg Gemen ebenfalls eine Bedeutung für die Stadt Borken hat, bedankte sich zudem Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing beim scheidenden Burgkaplan für sein Engagement.
Nach dem Gottesdienst, den Meyer zusammen mit seinem Weihekollegen und Freund Pfarrer Christoph Hendrix feierte, und kurzen Reden hatten die Gäste bei Currywurst und Antipasti Gelegenheit zum Austausch und Abschiednehmen.
Gudrun Niewöhner
