Caritasverband Steinfurt wird 50 Jahre alt
Die Vielfalt der Caritas in der Region zu feiern, hat sich der Caritasverband Steinfurt e.V. im Jahr seines 50-jährigen Bestehens auf die Fahne geschrieben. Dazu hat der Verband ein Programm mit Veranstaltungen in allen sieben Pfarreien zusammengestellt.
"Wir feiern in unseren Pfarreien und Gemeinden, in den Städten und Dörfern der Region, weil uns der Kontakt und die Vernetzung mit den Menschen vor Ort so wichtig sind", erklärt Pfarrdechant Johannes Büll aus Horstmar, Vorsitzender des Caritasverbandes. So werden etwa Gemeindetage gemeinsam mit der Pfarrei St. Nikomedes in Steinfurt veranstaltet. In Horstmar wird das 20-jährige Bestehen des St.-Gertrudis-Hauses gefeiert. Das Seniorenheim St. Ida und das St.-Sophien-Haus für Menschen mit Behinderung in Metelen laden zu einem Sommerfest in den Sinnesgarten ein, während sich in Ochtrup verschiedene örtliche Caritas-Einrichtungen an der Lambertusfeier der gleichnamigen Pfarrei im September beteiligen. Auch in den Ortschaften Altenberge, Laer und Nordwalde sind Veranstaltungen geplant.
1966 war die Gründungszelle des Caritasverbandes, der seinerzeit noch "Caritasverband für die Dekanate Borghorst, Steinfurt und Emsdetten e.V." hieß, das so genannte Rolinckheim in Burgsteinfurt, in dem eine Bildungsstätte und ein Sonderkindergarten für Menschen mit Behinderung eingerichtet wurden. "Damals war die Unterstützung von Menschen mit Behinderung noch keine Selbstverständlichkeit und hat die weitere Entwicklung des Verbandes maßgeblich beeinflusst", beschreibt Gregor Wortmann, Geschäftsführer des Caritasverbandes und zuständig für den Bereich der Behindertenhilfe, den Gang der Historie. Kurze Zeit später wurden bereits zwei stationäre Altenhilfeeinrichtungen in Borghorst und Ochtrup in Betrieb genommen sowie eine Sozialstation für die ambulante Versorgung von pflegebedürftigen Menschen von Ordensschwestern übernommen. "Am Anfang stand das Engagement der Ordensschwestern, die diesen ambulanten Dienst aufgebaut hatten, ihn aber aufgrund der zunehmenden Professionalisierung nicht mehr alleine weiterführen konnten", so Burkhard Baumann, Geschäftsführer für die Altenhilfe. Auch die Beratungsarbeit etwa die Beratungsstelle für Menschen mit einer Suchterkrankung startete bereits in den 1970er Jahren.
"Unsere Angebotspalette wurde über die Jahre kontinuierlich weiter entwickelt, je nach Erfordernis der jeweiligen Zeit", betont Gregor Wortmann. Für die Zukunft wird der Caritasverband Steinfurt diesen Weg "des differenzierten Netzes von Hilfsangeboten vor Ort" bewusst weitergehen. Als großer Träger mit nunmehr 50-jähriger Erfahrung, der mit seinen Einrichtungen und Diensten tagtäglich mehr als 3000 Menschen erreicht, werde der Caritasverband seine Leistungen zum Wohl der Menschen in der Region weiter einsetzen.
Jüngstes Beispiel sind die Stellen zur Unterstützung und Koordinierung des gemeindlichen Engagements für Geflüchtete. Damit kehre der Caritasverband gewissermaßen immer wieder zu seinen Wurzeln zurück, erklärt Pfarrdechant Johannes Büll. "Denn das ‚Grundgeschäft’ der verbandlichen Caritas ist immer die Unterstützung des Ehrenamts in den Gemeinden gewesen." Zudem fühle sich der Caritasverband von jeder Art der Not angesprochen, die von Menschen an ihn herangetragen werde, ergänzt Burkhard Baumann. "Die Marke Caritas genießt Vertrauen in der Bevölkerung, und das enttäuschen wir nicht!"
Bildunterschrift:
Pfarrdechant Johannes Büll (zweiter von links), Vorsitzender des Caritasverbandes, sowie die beiden Geschäftsführer, Burkhard Baumann (links) und Gregor Wortmann, freuen sich über das Jubiläumsprogramm. Foto: Christoph Kirchhoff/Caritasverband Steinfurt
Text: Bischöfliche Pressestelle / 28.04.16
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de
Foto: Gudrun Niewöhner
